Beweise verflüssigt

Gegen den Mandanten wird wegen BtM-Verdachts ermittelt. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung finden die Polizeibeamten u.a. einmal 35.- Euro unter einer Matratze und einen 5-Euro-Schein. Das Geld wird – aus welchen Gründen auch immer – beschlagnahmt.

Ordentlich, wie die Justiz nun einmal ist, wird dieses Geld in die Gerichtskasse eingezahlt. Auf meine Beschwerde hin bestätigt das Amtsgericht die Beschlagnahme hinsichtlich der 35.- Euro nicht, wohl aber hinsichtlich des 5-Euro-Scheins, da dieser angeblich als Beweismittel(!) in Betracht kommen soll (warum gerade dieser ??). Dumm nur, das der Schein – weil in die Kasse eingezahlt – sich schon längst wieder im Umlauf befindet.

Schon bemerkenswert, dass das Amtsgericht einer Beschwerde dennoch nicht stattgab und es erst der Intervention des Landgerichts bedurfte, um diesen Unsinn zu beenden. :no:

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