AbGEZockt – Der Wahnsinn nimmt kein Ende !

Die stern shortnews berichten:

Auch für Geldautomaten muss in Zukunft GEZ-Gebühr bezahlt werden. Wenn am 1. Januar 2007 das neue Rundfunkgebührengesetz in Kraft tritt, muss auch für die Geldautomaten in Deutschland GEZ-Gebühr bezahlt werden. Das hat jetzt die Frankfurter Industrie- und Handelskammer mitgeteilt.

Grund ist, dass die Geldautomaten in Deutschland über einen Internetanschluss verfügen. Auf einen PC mit Internetanschluss wird ab nächstem Jahr die GEZ-Gebühr fällig, da es nach dem neuen Rundfunkgebührengesetz dann möglich sei, damit auch Fernseh- und Rundfunkangebote zu empfangen.

Irre, oder ??? Schluss mit der GEZ-Abzocke !!!

PC-Protest

=>=>=> MITMACHEN :!::!::!:
Bisher 23274 Unterschriften. Es müssen noch viiieel mehr werden !!!

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Behördlicher Dummenfang ?

Der Mandant erhält eine Anhörung – natürlich ohne Foto. Die Zentrale Bußgeldstele des Landes Brandenburg wirft ihm eine Geschwindigkeitsüberschreitung vor. Also wird Akteneinsicht beantragt, daraufhin kommt zwar nicht die Akte, dafür aber ein Einstellungsbescheid.

Ist es wirklich Zufall, dass sich derartige Vorkommnisse gerade bei dieser Bußgeldstelle häufen? Aber die Idee, dass die Behörde zunächst auf Dummenfang geht in der Hoffnung, dass der Bürger sich ungeschickt einlässt oder gar gesteht aber dann, wenn ein Anwalt Akteneinsicht beantragt, die Sache ganz schnell einstellt, wohl wissend, dass das Beweisfoto miserabel ist, ist wohl zu weit hergeholt, oder ??? 😉

AOK-Abzocke

Offensichtlich nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ hat sich auch die AOK MVP (“ Die Gesundheitskasse“) den Firmen angeschlossen, auch noch an Telefonanrufen und Faxen ihrer Kunden verdienen wollen.

Telefon- und Faxnummer beginnen mit 01802 – Kosten 6 Cent pro Verbindung. Das extra ausgewiesene Servicetelefon hat sogar eine 01805-Nummer, Kosten 12 Cent pro Minute . Toller Service, oder ??? :no:

Xentria – Alter Wein in neuen Schläuchen

Die Xentria AG firmiert jetzt als „Internet Service AG“ – warum auch immer. Ansonsten bleibt offensichtlich alles beim alten – Abzocken, was das Zeug hält.

Übrigens – noch eine kurze Anmerkung zu den IP-Adressen: Anhand dieser Adresse kann zwar der ungefähre Standort des Users herausgefunden werden, keinesfalls aber sein Name und seine genaue Adresse. Über diese Daten verfügt nur der Internet-Provider, der diese aber nicht auf Anfrage einer dubiosen Firma herausgibt, sondern allenfalls an Strafverfolgungsbehörden auf gerichtlichen Beschluss hin.

Die Behauptung von Xentria bzw. Internet AG: „Um Missbrauch und wissentliche Falscheingaben zu vermeiden, wird Ihre IP-Adresse xxx bei der Teilnahme gespeichert. Anhand dieser Adresse sind Sie über Ihren Provider xxx identifizierbar“ ist daher zwar grundsätzlich zutreffend, in der Praxis aber Unsinn, da Xentria bzw. Internet AG an diese Daten eben nicht herankommt, sondern allenfalls über eine Strafanzeige gegen den unbekannten (!) User.

Zur Durchsetzung einer Forderung von ca. 60 – 90 Teuro wird diese edle Firma aber wohl kaum Anzeige erstetten, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Also: Nur keine Panik !

Antrag auf Insolvenzverschleppung

Schon unglaublich, welchen Unsinn Staatsanwälte verzapfen können:

Vermerk:
„Nach Sitzverlegung der GmbH nach Hamburg hätte der Beschuldigte K. dort einen Antrag auf Insolvenzverschleppung stellen müssen.“

Hm, die Strafbarkeit der Insolvenzverschleppung folgt aus § 84 GmbHG:

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer es
1. als Geschäftsführer unterläßt, den Gesellschaftern einen Verlust in Höhe
der Hälfte des Stammkapitals anzuzeigen, oder
2. als Geschäftsführer entgegen § 64 Abs. 1 oder als Liquidator entgegen § 71
Abs. 4 unterläßt, bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung die Eröffnung
des Insolvenzverfahrens zu beantragen.
(2) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.

Dass man diesbezüglich allerdings einen Antrag stellen kann oder gar müsste (etwa dahingehend, diese Straftat begehen zu dürfen???), war mir neu – aber man lernt ja nie aus. 😉

Microschrott – the same old story

Die übliche und seit Jahren immer wiederkehrende Meldung:

Neue Sicherheitslücke im Internet Explorer

„Eine neue Sicherheitslücke im Internet Explorer wird bereits aktiv ausgenutzt und wurde von Microsoft bestätigt. Über das Sicherheitsleck können Angreifer beliebigen Programmco-de ausführen, um sich eine umfassende Kontrolle über einen fremden Rechner zu ver-schaffen. Microsoft beschwichtigt, das reale Risiko sei gering, während Sicherheitsexperten von Secunia und McAfee die Gefahr als hoch einschätzen.“

Wieso stolpert eigentlich immer noch die Mehrzahl der User mit diesem Schrottbrowser durch’s Netz? :**: Die erste Wahl ist und bleibt OPERA – kostenlos und werbefrei und dem IEX haushoch überlegen, nicht nur in puncto Sicherheit! 😀

Miss-Wahlen stärken die NPD ! ???

Zur Zeit entspinnt sich eine bizarre Diskussion um Sinn und Unsinn einer Aktion der OSTSEEWELLE, der „Miss Landtag“, wie auf der dortigen Homepage zu lesen ist:


„Parteien verärgert über Wahl der „Miss Landtag“

Diesen Ärger ist es einfach nicht wert: Nach der Kritik durch CDU- und SPD-Abgeordnete beenden wir hiermit unsere spontane Suche nach der „MISS LANDTAG 2006“. Wir bedanken uns bei allen Hörerinnen und Hörern für die zu 100 Prozent positive Resonanz.

WAS WAR GESCHEHEN?

Am Montag nach der Wahl (18.09.06) haben auch wir uns mit Interesse über die Zusammensetzung des neuen Landtages informiert. Dabei war uns positiv aufgefallen, dass es unter den 71 Abgeordneten im Schweriner Schloß auch 18 taffe Frauen gibt. Spontan riefen wir die Wahl nach der Wahl aus – gesucht wurde die „MISS LANDTAG 2006“.

Unser aufgewecktes Morgenteam zu dem spontanen Plan: „In Berlin wurde schon vor Jahren die ‚Miss Bundestag“ gekürt – jetzt sollten wir hier in Mecklenburg-Vorpommern auch mal zeigen, was wir haben.“

DIE REAKTIONEN

>>> Die Resonanz unser Ostseewelle-Hörer war durchweg positiv. Viele haben sich auf diese Weise mit der Zusammensetzung des neuen Landtages beschäftigt oder ihre eigenen Abgeordneten mit ihrer Stimme unterstützt.

>>>CDU-Pressemitteilung 19.09.06 / 15:20 Uhr

Leider haben die Abgeordneten der CDU-Fraktion – Ilka Lochner-Borst, Beate Schlupp, Kerstin Fiedler-Wilhelm und Renate Holznagel – darum gebeten, auf dieser Seite nicht veröffentlicht zu werden. Die CDU-Politikerinnen legen Wert auf die Feststellung, dass sie nicht aktiv an der Ostseewelle-Wahl teilnehmen wollen. In einer Presseerklärung von Ilka Lochner-Borst heißt es: „Letztendlich tragen solche Aktionen – die bei Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängern, Rentnern und Menschen, die sich mit niedrigsten Einkommen jeden Tag für ihre Familie engagieren, nur Verwunderung auslösen werden – zur weiteren Politikverdrossenheit und damit zum Erstarken der politischen Ränder bei.“

>>>SPD-Pressemitteilung 19.09.06 / 17:08 Uhr

In einem Fax meldet sich der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion Reinhard Dankert zu Wort: „Wir haben im Landtag ganz andere Probleme zu lösen als auf Spaßgesellschaft zu machen. Der Schweriner Landtag ist kein Laufsteg. … Die Miss-Wahl ist ein völlig falsches Signal an die Wählerinnen und Wähler, die von uns Abgeordneten eine ernsthafte Sachpolitik erwarten. … Auch ein Radiosender wie Ostseewelle Hit-Radio Mecklenburg-Vorpommern muss sich Gedanken machen über die Wirkung seines Programms. Die PR-Aktion ‚Miss Landtag 2006‘ ist dazu geeignet, die Politikverdrossenheit in unserem Land zu fördern .“


Ah ja, eine ersichtlich humoristisch gemeinte Aktion der Ostseewelle trägt „zur weiteren Politikverdrossenheit und damit zum Erstarken der politischen Ränder bei ….und stärkt damit indirekt auch den Rechtsextremismus.“

Liebe Politiker, nun bleibt einmal auf dem Teppich! Selten so einen absoluten Unsinn gehört. Wenn es Euch denn auch noch so nervt, dass die braunen Kameraden in den Landtag einmarschiert sind – durch Miss-Wahlen werden sie sicherlich nicht gestärkt, eher durch völlig spaßbefreite Reaktionen offensichtlich total humorloser Politiker von Parteien, die sich so gern – in Abgrenzung zu den Rechten – „demokratisch“ nennen (und dabei vergessen, dass auch der Wahlerfolg der NPD – so sehr man ihn auch beklagen mag, auf streng demokratischem Wege im Rahmen einer Wahl zustande gekommen ist, deren Legitimität wohl nicht bezweifelt werden soll).

Genau solche albernen Reaktionen erhöhen jedenfalls bei mir die Politikverdrossenheit ganz erheblich! :no: