Bohlen traumatisiert ???

Stern Short News berichtet:

„RTL startet am 10. Januar 2007 wieder die Castingsendung „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Jurymitglied Dieter Bohlen soll dafür Werbung machen, gefesselt und geknebelt. Die Spots sind bereits im November gedreht worden.

„Die Spots weisen witzig und ironisch darauf hin, dass Dieter Bohlen ab 10. Januar wieder ‚losgelassen‘ wird mit seinen Sprüchen. Sie haben mit den aktuellen Ereignissen nichts zu tun“, so der Sender RTL.

Experten warnen allerdings davor, dass Dieter Bohlen mit der Ausstrahlung der Spots ein Traumaerlebnis bekommen könnte. Eine Stellungnahme von Bohlen selber gibt es nicht.“

Dieter Bohlen traumatisiert durch die Spots??? Das glaubt Ihr doch nicht wirklich, oder ??? :DD:DD:DD

Kennen Sie Neckermann Reisen?

„Kennen Sie Neckermann Reisen? Wirklich?“ Mit diesem Slogan wirbt der Reisekonzern u.a. im Fernsehen.

Ja, kenne ich. Meine Mandantin hatte dort eine Reise nach Vietnam zum Preis von 2.234.- € gebucht und die vertraglich vereinbarte Anzahlung von 448.- € sofort geleistet.

Kurz danach meinte Neckermann, man habe bei der Preisberechnung einige Zuschläge „vergessen“, der korrekte Preis der Reise belaufe sich auf 3.064.- €. Daher fechte man den Vertrag „aufgrund eines beachtlichen Erklärungsirrtums“ an und biete der Mandantin die Reise erneut zu dem erhöhten Preis an.

Hiermit war die Mandantin nicht einverstanden. Neckermann wurde daher mit anwaltlichem Schreiben aufgefordert, die Reise zu dem vereinbarten Preis zu erbringen. Eine Reaktion hielt man dort offensichtlich ebenso wenig für notwendig wie eine Rückzahlung der bereits geleisteten Anzahlung.

Erst als dann ein Rechtsstreit u.a. wegen Rückzahlung dieser Anzahlung geführt wurde, meldete sich Neckermann und schrieb der Mandantin, man habe die Reise storniert und fordere sie auf, den Restbetrag von 2.330.- € zu zahlen. Offensichtlich weiß in dem Laden die eine Hand nicht, was die andere tut. Es ging sogar so weit, dass noch ein Inkassobüro mit der Geltendmachung der angeblichen Forderung beauftragt wurde.

Was Neckermann allerdings davon abhielt, die Anzahlung zurückzuzahlen, blieb auch im Prozess völlig unklar. Der Vortrag der gegnerischen Kollegen erschöpfte sich in seitenlangen Zitaten anderer und hier nicht einschlägiger Urteile des örtlichen Amtsgerichts.

Nunmehr endlich hat das Amtsgericht Bad Homburg (2 C 2397/05 v. 12.12.2006) diesem Unsinn ein Ende gesetzt und Neckermann zur Rückzahlung der Anzahlung verurteilt sowie Erstattung der Kosten einer nutzlos gewordenen Reiserücktrittsversicherung und des anteiligen vorgerichtlichen Anwaltshonorars. Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass Neckermann zu einer Anfechtung nicht berechtigt war, da keiner der denkbaren Anfechtungsgründe des § 119 BGB gegeben war. Es habe keineswegs ein Erklärungsirrtum vorgelegen, sondern lediglich ein unbeachtlicher Kalkulationsirrtum.

Ein Ergebnis, das eigentlich jedem klar sein musste – nur nicht Neckermann Reisen. :-/

Schildbüger-innen-Streich

Der Kollege Udo Vetter hatte in seinem lawblog neulich eine muntere Diskussion zum Thema Gender Mainstreaming (gruseliger Anglizismus!) ausgelöst.

Dass sich derartiger Schwachsinn durchaus noch toppen lässt, zeigen uns die Wiener:

„Jedes zweite Schild ausgetauscht – Wiens Schilder wechseln die Geschlechter:

Schilder und Piktogramme im Rathaus und bei den Wiener Linien wechseln als optischer Ausdruck einer Gender-Mainstreaming-Kampagne der Stadt zur Hälfte die Geschlechter.

Frauenstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) ist davon überzeugt, dass die optische Gender-Mainstreaming-Kampagne den gewünschten Effekt erzielt: „Auch Zeichensprache zeigt sehr viel über Machtverhältnisse und sehr viel über Rollenverteilung. Das ist ein Bereich, der ganz leicht zu verändern ist.“

Wer’s glaubt …

WINDOWS Vista mit Billigtrick zu knacken?

Die PC Welt berichtet:

In Asien kursieren bereits illegale Kopien der finalen Version von Windows Vista zum Preis von um die 2 Euro. … Den Käufern der illegalen Version wird empfohlen, dass Datum im BIOS auf 2099 vorzustellen und erst dann das Betriebssystem zu installieren. Anschließend, also nach Abschluss der Installation, kann auf dem frischen Vista-Desktop dann das aktuelle Datum eingestellt werden. Die angebliche Folge: Die kommenden 92 Jahre kann Windows Vista ohne Aktivierung genutzt werden.

Wir haben auf einem Testrechner den BIOS-Trick ausprobiert. Das Ergebnis: Es klappt tatsächlich. Selbst Microsofts WGA stufte das Betriebssystem ohne vorangegangene Aktivierung auf Anhieb als Original-Windows ein!

Laut Microsoft klappt der BIOS-Trick zwar, aber lange glücklich bleiben die Raubkopierer mit dem so freigeschalteten Vista nicht. Angeblich, so behauptet es jedenfalls Microsoft, ist tief im Inneren des Betriebssystems versteckt ein weiterer Schutz gegen Raubkopierer integriert. Dieser soll kontinuierlich messen, wie lange das Betriebssystem ohne Aktivierung läuft und dann nach 90 Tagen das Betriebssystem einfach abschalten. Ob das stimmt, können wir erst nach einem Langzeit-Test bestätigen.

Man darf gespannt sein … (und schon einmal Vista mindestens 90 Tage testen… B)

Einparkhilfe überführt Angeklagte !?

Der Mandantin wurde ein Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (§ 142 StGB ) vorgeworfen – bekanntlich ein Vorsatzdelikt, dieser wird aber von Staatsanwaltschaften und auch Gerichten oft schlichtweg unterstellt. Eine besonders stringente Begründung fand allerdings das AG Schwerin:

„Dass die Angeklagte die Kollision bemerkte, ergibt sich daraus, dass ihr Fahrzeug mit einer akustischen Einparkhilfe ausgerüstet ist, die Angeklagte kann gut hören. Beides ergibt sich aus den Angaben der Angeklagten. Hierdurch ist ihre Behauptung, die Kollision nicht wahrgenommen zu haben, als Schutzbehauptung widerlegt.“

Ah ja … :-/

Böse Zeugin !

Manche Bußgeldbehörden haben schon ein merkwürdiges Verständnis von Rechten und Pflichten der Betroffenen und ihrer Verteidiger, wie folgender Vermerk der Bußgeldstelle der Freien und Hansestadt Hamburg zeigt (es ging um eine Geschwindigkeitsüberschreitung):

„Das Verfahren zog sich auch durch Verschulden bzw. Mutwilligkeit der Verfahrensbeteiligten in die Länge: Die Halterin machte von ihren Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch, ein förderlicher Vortrag war insoweit weder von der Halterin als auch nachfolgend von dem Betroffenen zu erwarten. Zudem war die Verwaltungsbehörde genötigt, Ermittlungen über das Melderegister zu tätigen, da es weder der Betroffene noch der Bevollmächtigte für notwendig erachteten, die Angaben zur Person herzureichen.“

Anmerkung:

Dass Betroffene von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen, mag dem Herrn Sachbearbeiter zwar lästig sein, dennoch handelt es sich um ein Verfahrensgrundrecht (s. § 52 StPO). Dessen Ausübung als „Verschulden bzw. Mutwilligkeit“ zu bezeichnen, lässt doch auf ein sehr bedenkliches Verständnis dieser Norm schließen. Dass von Betroffenen bzw. deren Ehegatten „ein förderlicher Vortrag“ nicht berechtigterweise erwartet werden kann, dürfte sich von selbst verstehen (nemo tenetur …, sollte bekannt sein).

Inwiefern „der Bevollmächtigte“ – gemeint ist wohl der Verteidiger – „Angaben zur Person herreichen“ soll, erschließt sich nicht, zumal die Behörde es ausdrücklich nicht für geboten hielt, vor Erlass des Bußgeldbescheid Akteneinsicht zu gewähren.

Dass hier aber offensichtlich rechtswidrig ein Personalausweisfoto des Betroffenen zu Beweiszwecken „auf dem kleinen Dienstweg“ ohne die erforderliche Legitimation beschafft wurde, sei nur am Rande erwähnt …

Frage ohne Anwort

In einigen Blogs wird berichtet, dass man seinen Bundestagsabgeordneten jetzt direkt über
http://www.abgeordnetenwatch.de Fragen stellen kann. Feine Sache, kleiner Test:

16.09.2005
Frage von Felix Fischer

„Liebe Frau Hoffmann,

was glauben Sie, in der nächsten Legislaturperiode für Ihren Wahlkreis tun zu können?“

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Iris Hoffmann

>> bisher noch keine Antwort

Vielleicht weiß Sie’s wirklich nicht, aber trotzdem ist die Frau gewählt worden. B)