Mietwagen für 1.500 Euro pro Sekunde

Die Opfer der sattsam bekannten Abzockseiten (lebensprognose u.a.) beweisen es täglich: Sie können/wollen nicht lesen. Schnell ein paar Klicks, ein paar Daten eingegeben – und schon ist der Ärger da.

Ein Highlight der besonderen Art findet sich allerdings bei ebay:

Ein VW GOLF 4 Sondermodell OZEAN, 55 kw, 76.000 km, EZ o2.o3.2003 mit div. Sonderausstattung erzielte ein Höchstgebot von 4.510.- Teuro.

Nicht ungewöhnlich? Doch, wenn man den in der Produktbeschreibung geschickt versteckten Satz liest:

„Der Wagen wird zum Höchstgebot lediglich für 3 Sekunden an den Höchstbieter vermietet.“

Aber – wer liest schon so genau? Schnell bieten und ab die Post! Und überhaupt, ein Golf für eine Miete von 1.503,33 Teuro pro Sekunde (!) – ist doch glatt ein Schnäppchen! Rechnet man allerdings für Ein- und Aussteigen auch nur je eine Sekunde, dürfte sich der Fahrspaß in Grenzen halten.

P.S. Würde mich sehr interessieren, wie die Geschichte weitergegangen ist.

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Auswandererzahl auf Höchststand

Wie n-tv berichtet, wandern immer mehr Deutsche aus:

„Über 155.000 wandern aus
Immer mehr Bundesbürger kehren Deutschland den Rücken: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Auswanderer auf 155.300 – und damit den höchsten Stand seit 1954. Das Durchschnittsalter lag 2006 bei 32,2 Jahren, wobei die Männer im Schnitt 2,5 Jähre älter waren als die Frauen. Von den ausgewanderten Deutschen waren 56 Prozent Männer.

Wen wundert’s wirklich ???

Dr. C. Sch. – Wer sich entschuldigt …

Dass mit Frontpage programmierte Homepages oft etwas selbstgestrickt aussehen (und meist auch sind), ist sicherlich nichts Neues. Eine dieser Pages ist aber dennoch eine Erwähnung wert:

STELLUNGNAHME zu Medienberichten im Fall Stellwag

Falsch ist: Herr Stellwag saß 8 Jahre unschuldig wegen Bankraub im Gefängnis.
Richtig ist: Herr Stellwag wurde vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Untreue zu einer Einzelstrafe von 3 Jahren verurteilt, die nicht aufgehoben wurde. Ferner saß er 5 Jahre unschuldig wegen Bankraubes im Gefängnis.

Falsch ist: Der Sachverständige identifizierte Herrn Stellwag eindeutig als Täter.
Richtig ist: Im abschließenden Gutachtenergebnis wurde das Prädikat „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ vergeben, was nicht die letzte Sicherheit bedeutet.

Dass diese „sehr große Wahrscheinlichkeit“ dem Gericht ausreichte, das Opfer für Jahre in den verschärften Vollzug zu schicken – schließlich war der vermeintliche Täter ja nicht geständig – steht ebenso auf einem anderen Blatt, wie die Verurteilung des Herrn Dr. C. Sch. zu einem Schmerzensgeld von 150.000.- €, weil er „grob fahrlässig fehlerhaft“ … „nicht mehr nur eine „sehr hohe Wahrscheinlichkeit“ der Täterschaft, sondern das Bild einer von Restzweifeln befreiten Sicherheit vermittelt habe“.

Tja, si tacuisses …

P.S. Dass der Herr Sachverständige auch heute noch standardmäßig per Vordruck von manchen Gerichten geladen wird, ist natürlich auch eine andere Geschichte (dazu vielleicht später mehr).

P.P.S. Auch gefunden auf der Seite unter „Zur Person„:

„Abschließend ist noch anzumerken, dass die genannten Institutionen (Gerichte etc.) für die Gewährleistung einer objektiven und fachgerechten Gutachtenerstattung prüfen sollten, ob die vorgenannten Voraussetzungen eines Gutachters zugrunde liegen und diese ggf. belegen lassen.“

Wie wahr!

Seltsames Aktenwachstum ?!!!

in einer Bußgeldsache habe ich bei Aktenrückgabe zunächst die Bußgeldstelle darauf hingewiesen, dass sich der Bußgeldbescheid weder in Urschrift noch in Kopie bei der Akte befindet. Eine Reaktion erfolgte (natürlich) nicht.

Diesen Hinweis habe ich nach Abgabe der Sache an das zuständige AG wiederholt, und zwar mit Schreiben vom o5.o9.2007, Reaktion s.o. Daher habe ich das Gericht nochmals mit Schreiben vom 17.10.2007 an diesen Verfahrensfehler erinnert – und siehe da, es spricht antwortet:

„… wird auf das dortige Schreiben vom 17.10.2007 mitgeteilt, dass dieses hier nicht verständlich ist. Die Verfahrensakten enthalten sowohl den Bußgeldbescheid vom 30.03.2007 als auch eine aktenkundige Dokumentation seines Erlasses“

Ach, wirklich? Also nochmals Akteneinsicht beantragt – und doch erheblich gestaunt:

In meiner Aktenkopie findet sich auf Bl. 12 ein Übersendungszettel, der nunmehr plötzlich die Blattnummer 21 trägt. Auch die ursprünglichen Blätter 2 – 14 tragen jetzt ganz andere Seitenzahlen, leichtsinnigerweise hat man die ursprünglichen Blattzahlen allerdings nicht entfernt, sondern nur durchgestrichen. Dafür findet sich jetzt – oh Wunder, auf Bl. 13 ein Bußgeldbescheid, der vorher garantiert noch nicht da war – und bezeichnenderweise auch keine „alte“ Seitenzahl trägt. Dazu sechs neue Blätter mit VZR-Auskünften.

Was also vorher auf 14 fortlaufenden Seiten zu finden war, nimmt jetzt insgesamt 21 Seiten ein. Dass diese ersten 21 Seiten nun auch keineswegs in chronologischer Reihenfolge geheftet sind, sei nur am Rande erwähnt. Ebenso, dass entgegen der Angabe des Gerichts nach wie vor der Erlass des Bußgeldbescheides nicht dokumentiert ist.

Honi soit qui mal y pense oder doch 23. Abschnitt des StGB?

Uns Uwe …

… gab’s nicht nur beim HSV, in Schleswig-Holstein hatten wir auch einen: Dr. iur Uwe Barschel, der vor 20 Jahren – unter sagen wir mal mysteriösen Umständen – diese schöne (?) Welt verlassen hat.

Die anhaltende Diskussion hat die Generalstaatsanwaltschaft zu einem eher ungewöhnlichen Schritt veranlasst, wie FR-online berichtet:

Kiel (ap) – 20 Jahre nach dem rätselhaften Tod des CDU-Politikers Uwe Barschel haben die Justizbehörden von Schleswig-Holstein umfassende Ermittlungsunterlagen zu dem Fall veröffentlicht. Der Generalstaatsanwalt des Landes stellte am Dienstag den offiziellen Abschlussbericht der Lübecker Ermittler ins Internet. Außerdem wurden verschiedene Einschätzungen zu diesen Ergebnissen veröffentlicht. Im Kern geht es um die Frage, ob der ehemalige Ministerpräsident des Landes sich selbst umbrachte oder getötet wurde.

Daraus Schlüsse zu ziehen, dass der Beitrag von Generalstaatsanwalt Erhard Rex als *.pdf-Datei nur 177 KB groß ist, der Beitrag des Leitenden Oberstaatsanwalts Heinrich Wille – eines Vertreters der Mord-These – hingegen 19 MB umfasst, wäre sicherlich unfair, oder?

Servicewüste T-Com

Schon einmal versucht, telefonisch mit T-Com ein Problem mit dem Telefonanschluss eines Mandanten zu lösen? Viel Spaß:

Es findet sich – egal, wo man nachsieht – nur eine einzige Telefonnummer: 0800 / 3 30 10 00. FreeCall – sehr kundenfreundlich! Aber dann geht der Spaß los:

Zuerst darf man sich Werbung in eigener Sache anhören, dann durch ein Sprachmenü hindurchhangeln, um dann endlich mit einer Mitarbeiterin verbunden zu werden, die einem aber auch nicht weiterhelfen kann, aber immerhin die Telefonnummer der zuständigen Niederlassung kennt.

Dass diese in Schwerin sitzt, sie mir aber einer Rostocker Nummer mitteilt, übersehe ich mal, nicht aber, dass unter der angegebenen Telefonnummer permanent niemand erreichbar ist.

Kundenservice, liebe T-Com, sieht anders aus!

Putzen, bevor Schäuble kommt

Ohne mich in das Thema von freeware einmischen zu wollen – kleiner Gratis-Softwaretipp von PC WELT:

Dariks Boot and Nuke 1.0.7
Möchten Sie eine Festplatte wirklich von allen Daten befreien, um diese zum Beispiel gesäubert weiter zu verkaufen, dann erledigt diese Arbeit Dariks Boot and Nuke für Sie. Einfach nur formatieren, ist keine gute Lösung, um eine Festplatte wirklich zu löschen, da die Daten leicht wieder hergestellt werden können. Um die Daten restlos zu löschen starten Sie Ihren Rechner per CD oder USB-Stick mit Darik’s Boot and Nuke und wählen die Festplatten oder Partitionen aus, die Sie löschen möchten.

Die CD natürlich beizeiten brennen, wenn die Schergen erst vor der Tür stehen, könnte die Zeit knapp werden. 😉