Kostenlos Faxen?

Über http://www.simple-fax.de lassen sich *.pdf-Dateien vom PC kostenlos als Fax versenden:

simple-fax.de macht´s möglich! Hier kannst du völlig kostenlos Faxe ins deutsche Festnetz und in 11 EU-Länder versenden.

Na, das ist doch einmal ein Beitrag zur Kostenersparnis – oder doch nicht? In den FAQs findet sich Folgendes:

Wie viele Faxe kann ich am Tag verschicken?
Simple-fax.de ist ausschließlich für die private Nutzung bestimmt. Aus diesem Grund ist die Anzahl der Faxe pro Tag auf 1 pro Person begrenzt.

Schade eigentlich, aber als Nothilfe für Gerichtssaalblogger vielleicht ausreichend.

Browserdeppen 2

Wer versucht, mit OPERA auf die Webseite eines großen deutschen Autoherstellers zuzugreifen (ja, der mit den drei Buchstaben), wird von folgender freundlicher Begrüßung überrascht:

Inkompatibler Browser.
Die von Ihnen verwendete Version des Web-Browsers wird von uns leider nicht unterstützt. Zur optimalen Darstellung unserer Website empfehlen wir einen der folgenden Browser in der aktuellen Version, die Sie sich jetzt kostenlos herunterladen und danach auf Ihrem Computer installieren können.
Windows:
Microsoft Internet Explorer
Mozilla Firefox

Zu doof ist, eine allgemein kompatible Webseite zu programmieren, aber HighTech verkaufen wollen, oder wie?

Das Politblog ist umgezogen

Das Politblog berichtet in eigener Sache:

Politblog ist ständig bemüht, das Angebot für die Leser weiter zu verbessern. Dazu gehört es auch, Dokumente und Artikel anderer Anbieter zur Verfügung zu stellen. Leider treten dabei oft lizenz- und presserechtliche Fragen in Deutschland auf. Die Regeln sind streng, auch zu reinen nichtkommerziellen Informationszwecken sind die Grenzen eng gezogen.

Zum Glück fand sich eine Lösung. Ein Freund von Politblog in den USA zeigte Interesse an der Seite, allen Artikeln und dem Archiv – also dem gesamten Content. Er hat das Team gebeten, ihm zu einem symbolischen Preis Politblog samt Domain zu verkaufen. Das erschien den Autoren und dem Administrator als eine der besten Lösungen.

Schon bemerkenswert, gerade in die USA umzuziehen.

Unfall im Ausland – Klage in Deutschland

Der EuGH informiert:

PRESSEMITTEILUNG Nr. 92/07
13. Dezember 2007
Urteil des Gerichtshofs in der Rechtssache C-463/06
FBTO Schadeverzekeringen NV / Jack Odenbreit

Das Opfer eines Verkehrsunfalls kann vor dem Gericht des Ortes seines Wohnsitzes eine unmittelbare Klage gegen den Versicherer des Unfallverursachers erheben.

Das Gemeinschaftsrecht macht dieses Recht allein von den Voraussetzungen abhängig, dass der Versicherer im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats der Europäischen Union ansässig ist und dass das nationale Recht die Möglichkeit einer unmittelbaren Klage kennt.

Eine Liste der Mitgliedsstaaten findet sich hier. Das Recht einer unmittelbaren Klage ergibt sich in Deutschland aus §§ 3 a Nr. 1 PflVG, 115 VVG (n.F.).

Der deutsche Volltext der Entscheidung findet sich hier (Das Aktenzeichen links oben anklicken).

Originell

§ 8 Abs. I der Hauptsatzung der Hansestadt Wismar lautet wie folgt:

(1) Der Bürgermeister/die Bürgermeisterin der Hansestadt Wismar führt die Dienstbezeichnung „Der Bürgermeister“ oder „Die Bürgermeisterin“.

Unsere Bürgermeisterin, Frau Dr. Wilcken, hat sich eine nicht unbedingt naheliegende, vom bloßen Wortlaut aber wohl noch gedeckte Variante ausgesucht:

Sie firmiert unter Hansestadt Wismar – Der Bürgermeister.

Anwaltssuche

Wie findet man einen geeigneten Anwalt? Die Antwort von kompetenter Stelle las ich in unserem örtlichen Käseblatt, als dpa-Text findet sie sich aber auch in anderen Zeitungen:

„Am besten ist es, wenn man einen Anwalt von Verwandten oder Bekannten empfohlen bekommt“, sagt Peggy Fiebig, Sprecherin der Bundesrechtsanwaltskammer in Berlin.

Klar, der Kollege, der Tante Frieda so nett geschieden hat, ist mit Sicherheit auch ein äußerst kompetenter Strafrechtler, Verkehrsrechtler oder was auch immer – Hauptsache von Verwandten oder Bekannten empfohlen.?
Aber so sehr up to date war die Meldung ohnehin nicht:

Bald werde es außerdem ein bundesweites Anwaltsverzeichnis bei der Bundesrechtsanwaltskammer geben. „Das Gesetz dazu ist bereits beschlossen. Allerdings ist noch nicht klar, welche Angaben in das Verzeichnis aufgenommen werden“, erläutert die Anwältin.

Man beachte, der Artikel stammt vom 25.11.2007, da stand das Amtliche Anwaltsverzeichnis schon 12 Tage im Netz. Dass das Verzeichnis allerdings auch über Google z.B. mit dem Stichwort Anwalts- bzw. Rechtsanwaltsverzeichnis nur sehr schwer zu finden ist (ebenso wie auf den Seiten der BRAK), sei nur am Rande erwähnt, ist aber wohl typisch für die Medienkompetenz mancher Damen- und Herrschaften.