Wohin bloß mit all’ dem Geld?

Schon wieder warten 1,2 Mio. Dollar auf mich, wenn man einer e-mail glauben darf:

Greetings!
I am Mr John Mark,I have been waiting for you ever since to contact me for your Confirmable Bank Draft of $1,200,000.00 United States Dollars, but I haven’t heard from you since that time.

Wie gesagt, wenn … 😉

Rauchzeichen

Kaum ist das Rauchverbot in einigen kleinen Kneipen (vorerst) gekippt, geht das Gezeter schon wieder los, wie bei WELT online zu lesen ist:

In fast allen Bundesländern ist das Rauchen in Gaststätten inzwischen verboten. Und doch zog Professor Otmar Wiestler, Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums, jetzt eine kritische Bilanz. „Von einem umfassenden Nichtraucherschutz in Deutschland sind wir noch weit entfernt“, sagte Wiestler in Berlin. Es gebe zu viele Ausnahmen. …

„Der Staat ist verpflichtet, etwas gegen die Gefahren des Rauchens zu tun“, sagte Professor Klaus Stern von der Universität Köln. Er hat im Auftrag des Krebsforschungszentrums ein Rechtsgutachten zum „Nichtraucherschutz in Deutschland“ erstellt. Ein bundesweites Rauchverbot in der Gastronomie war im Dezember 2006 gescheitert, weil es Zweifel an der Zuständigkeit des Bundes gegeben hatte. Stern dagegen kam in seinem Gutachten zu einem anderen Schluss: „Es gibt eine klare Zuständigkeit für den Bund.“ Das Grundgesetz fordere den Staat auf, Leben und körperliche Unversehrtheit in besonderem Maße zu schützen, sagte Stern.

Wenn das Rauchen denn so gefährlich ist, möge man über ein generelles Verbot der Herstellung und des Konsums von Tabakerzeugnissen nachdenken. Nur so, lieber Herr Prof. Wiestler, wäre ein wirklich „umfassender Nichtraucherschutz“ realisierbar.

Auch keine Frage, dass es diverse Örtlichkeiten und Gelegenheiten gibt, wo aus Rücksicht auf Nichtraucher Rauchen unangebracht ist und notfalls per Gesetz durchgesetzt werden muss. Ansonsten aber sind staatliche Eingriffe nur dort erforderlich und geboten, wo der Einzelne sich nicht selbst schützen kann, lieber Herr Prof. Stern – wie evtl. bei der alltäglichen Belastung aller Bürger durch Feinstaub, Ruß, Abgase u.a., oder ???

In kleinen Kneipen dagegen ist Selbstschutz durchaus möglich, niemand muss diese Lokale aufsuchen. Also liebe Nichtraucher, helft Euch selbst und treibt die kleinen Raucherkneipen durch Totalboykott in den Ruin, auf dass diese Sündenpfuhle baldigst verschwinden! B)

Anti-Schwätzer-Tool

PC WELT stellt ein neues Tool vor:

Bei langen Texten dauert es oftmals eine geraume Zeit, bis Sie die Kernaussage finden – der Web-Dienst Getdigest fasst für Sie lange Dokumente zusammen und erledigt diese Aufgabe erstaunlich gut. Dieser interessante Service fasst bis zu 7.000 Zeichen lange Texte sinngemäßg kostenlos zusammen und stellt die Kernaussagen übersichtlich als Liste dar. Ab 7.001 Zeichen staffelt sich der Preis je nach Zeichenzahl und vorliegendem Format.

Na prima, das wäre doch etwas, um den nächsten Schriftsatz des Kollegen *** auf seine Substanz zu reduzieren! 😉

Homo novus

Zitat:

Ein Staat, der sich im Besitz der einzig wahren und richtigen Antworten wähnt, ist abgeschlossen und nicht offen, er verhärtet zur Diktatur. Leicht erkennt man totalitäre Regime daran, dass sie sich einbilden, den imperfekten Menschen zum homo novus fortbilden oder hochzüchten zu können.

Man möchte zustimmen nicken, oder? Stammte der Spruch nicht von einem Herrn, der um Antworten selten verlegen ist, mögen sie auch eher nicht die „einzig wahren und richtigen“ sein. Aber vielleicht lässt sich ja gerade deshalb doch etwas daraus lernen. …

Die StA verweigert sich der Musikindustrie …

… wie heise berichtet:

Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft hat sich offen mit der Medienindustrie angelegt. Sie lehnt seit kurzem strafrechtliche Ermittlungen gegen Tauschbörsennutzer kategorisch ab. Massenstrafanzeigen von Rechteinhabern beziehungsweise Rechtsanwaltskanzleien bleiben dort jetzt unbearbeitet, wie die Tageszeitung Wuppertaler Rundschau herausfand. „Nach hiesiger Auffassung wäre die Aufnahme von Ermittlungen bereits unverhältnismäßig, da die Tatverdächtigen in den Tauschbörsen keinerlei finanzielle Interessen verfolgen“, teilte Wolf Baumert, Pressedezernent der Staatsanwaltschaft Wuppertal, nun mit. Es gehe der Musikindustrie nicht um eine Bestrafung der Tatverdächtigen, „sondern um die Ermittlung der Nutzernamen, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen oder nachträgliche Abmahnungen zu erteilen“…. Die Medienindustrie will sich mit der Verweigerung der Staatsanwaltschaft Wuppertal nicht abfinden. Bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf als übergeordnete Behörde prasseln nun Beschwerden von Rechteinhabern und abmahnenden Rechtsanwaltskanzleien ein.

Weiser Entschluss der StA, sich nicht zum Büttel der Medienindustrie machen zu lassen. Auf die Entscheidung der GenStA darf man gespannt sein.