Anwaltsregress für "lau"?

Thomas Mann ist jedem Literaturkenner wohlbekannt und erfreut sich noch immer großer Popularität. Ein Namensvetter – dazu noch Dr. iur. – dürfte sich weniger beliebt machen:

3 Schritte zu Ihrem risikolosen Erfolg: Partnerschaft – Risikoübernahme – Beiderseitiger Nutzen

Am Anfang steht die Prüfung, ob eventuelle Ansprüche Aussicht auf Erfolg haben. Sind die Erfolgsaussichten schlecht oder die Bonität des Gegners ist nicht gegeben, ist der Fall für uns erledigt. Die Kosten für die Prüfung tragen wir.
Wenn Ihr Anspruch Aussicht auf Erfolg hat, übernehmen wir sämtliche Anwalts-, Gutachter- und Verfahrenskosten. Wird der Prozess verloren, tragen wir sämtliche Kosten, auch die Honorare für die gegnerischen Anwälte. Sie gehen also kein Risiko ein!
Gewinnen Sie den Prozess erhalten wir eine faire Erfolgsbeteiligung. Der Anteil bewegt sich zwischen 15% und 30%, je nach eingeklagtem und vom Gegner bezahlten Betrag.

Sieh an, ein Prozessfinanzierer für Anwaltsregresse.- Interessant wäre nur, ob diese Firma die Verfahren selbst betreibt, oder Anwälte beauftragt (um diese dann ggf. selbst in Regress zu nehmen, falls diese den selbigen vergeigen). 😉
Aufschlussreich auch ein Bespiel für einen „Regressfall“:

Herr X wurde von seinem Anwalt in ein Berufungsverfahren geführt. Nachdem die 1. Instanz verloren war, sagte der Anwalt, das Urteil kann keinen Bestand haben, bitte vereinbaren Sie einen Termin, ich werde Ihnen mehrere Gründe darlegen, warum die 1. Instanz angefochten werden muss. Herr X ließ Berufung einlegen und die Berufungsinstanz schrieb nach einiger Zeit, die Berufung wird nach § 522 Abs. 2 ZPO zurückgewiesen, da die Sache keine Erfolgsaussicht habe. Herr X ist sehr verwundert, weshalb der Anwalt nicht von der Berufung abgeraten hat, wenn es für die Berufungsinstanz so klar war, dass das Berufungsgericht nichtmal eine mündliche Verhandlung anberaumt

Jaja, der böse 522 II ZPO! Ergo: Jedes Mal dann, wenn ein Berufungsgericht nach § 522 II ZPO verfährt, hat der Berufungskläger-Vertreter einen Fehler gemacht, ist doch logisch, oder? Wäre das richtig, würden die Kolleg(inn)en (nicht zuletzt auch im Bezirk des mit § 522 ZPO recht großzügig umgehenden OLG Rostock) sich vor Regressen wohl kaum retten können!

Oder auch schön:

Herr F. hat sich eine Eigentumswohnung gekauft. Nach Einzug erhält er Kenntnis von Mängeln. Er geht zum Anwalt, der Anwalt rät ihm vor Gericht zu ziehen. Bei Gericht verliert Herr F. den Prozess. Nun muß F. hohe Anwalt- und Gutachterkosten bezahlen, obwohl ihm sein Anwalt zu einem Rechtsstreit geraten hat.

Fazit: Rate nie einem Mandanten zum Prozess, es könnte ein Regressfall werden!

Auf diese Art Literatur von Thomas Mann kann ich wohl eher verzichten.

2 Gedanken zu “Anwaltsregress für "lau"?

  1. Der Mitarbeiter *** der Anwaltskanzlei Dr.Mann, *** hat in meiner seit 10 Jahren verschleppten Erbauseinandersetzung nicht mal eine schlüssige Klage zustandegebracht. Der ***, der nur seinen Namen zum Kundenfang hergab, hat sich längst aus der Kanzlei abgeseilt und will mit den *** nichts zu tun haben. *** hat ***. Seinetwegen sitze ich in einer Betreuungsfalle fest – 50XVIIh1241 AG Neukölln-in der man mir statt eines Staatshaftungsspezis eine *** beiordnete, der die *** vertritt statt meiner, wider § 1901 BGB.

    Beitrag editiert: Keine persönlichen Angriffe, Beleidigungen u.ä.! jm.

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