Bald ausgespiced?

Nein, nicht diese Damen. Laut SPON ist es gelungen, das Geheimnis von Spice zu knacken:

Modedroge Spice enthält Haschisch-artigen Wirkstoff
Spice ist die neue Modedroge – doch Politiker und viele Experten rätseln, was sie so berauschend macht. Ein Frankfurter Labor hat jetzt ermittelt: Es sind keineswegs harmlose Biokräuter, sondern synthetische Cannabinoide. Suchtforscher sind alarmiert, ein Verbot rückt näher.

Das Drogenreferat der Stadt Frankfurt hatte ein spezialisiertes Pharmaunternehmen beauftragt, die Wirkung zu untersuchen. Das Unternehmen „THC Pharm“ stellt normalerweise medizinische Wirkstoffe aus der Cannabispflanze her – und fand in allen Spice-Proben die Chemikalie JWH018. Dabei handelt es sich um ein synthetisches, also künstlich hergestelltes Cannabinoid, das der Studie zufolge vier Mal stärker ist als der natürliche Cannabis-Wirkstoff THC. „Diese Chemikalie erklärt zu 100 Prozent die Rauschzustände“, sagt der medizinische Leiter Christian Steup. „Die Pflanzen haben nach meinen Analysen überhaupt keine Wirkung.“ …

Ein gesetzliches Verbot von Spice dürfte nach der Analyse des Frankfurter Labors nun in greifbare Nähe gerückt sein, denn das Arzneimittelgesetz umfasst auch Substanzen, die das Bewusstsein verändern. Aber selbst wenn man es verbietet, wäre das Problem nicht aus der Welt. Inzwischen gibt es viele Nachahmerprodukte, die nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ebenfalls mit synthetischen Zusätzen angereichert werden. Ein Brancheninsider berichtet: „Wenn man einen dieser synthetischen Zusatzstoffe auf irgendeine Liste setzt, ist das den Herstellern egal – die haben noch mindestens 30 weitere synthetische Stoffe in der Schublade.“

Wait and see … :b

OPERA, aber sicher!

PC WELT stellt eine Liste der zwölf populärsten Anwendungen vor, die ein großes Sicherheits-Risiko für Benutzer und Unternehmen darstellen. Ganz oben steht ausgerechnet Firefox, den viele Anwender aus Sicherheitsgründen anstelle des viel geschmähten Internet Explorers einsetzen – wer hätte das gedacht? Sehr gerne zitiere ich hierzu folgende Passage:

Viele Anwender dürften einst dem Internet Explorer den Rücken zugewandt haben und zu Firefox gewechselt sein, weil er deutlich weniger verbreitet als der marktbeherrschende Microsoft-Browser war und seinerzeit auch besonders Sicherheitsaspekte betonte. Doch mit zunehmendem Erfolg verschwindet das Sicherheitsargument immer mehr – das sagt zumindest Bit9, das Unternehmen bei der Auswahl und Einrichtung ihrer Software unter Sicherheitsgesichtspunkten berät. Denn je weiter Firefox verbreitet ist, desto mehr lohnt es sich für Angreifer, Sicherheitslücken in Firefox zu suchen und auszunutzen. Dieses Argument ist durchaus nachvollziehbar, Bit9 geht jedoch noch einen Schritt weiter und unterstellt Mozilla zudem, dass es Sicherheitsaspekte nicht mehr so sehr im Fokus habe. Anders als beispielsweise Opera Software, das sich laut Bit9 einen besonders guten Ruf in Sachen Sicherheit erworben habe.

Sag ich doch: OPERA, what else? Jetzt neu in Version 9.63. B)

Rundfunkgebührenpflicht für PCs – Es bleibt unübersichtlich

Besteht sie nun oder nicht? Sechs Gerichte, sechs Meinungen, dargestellt bei JurPC.de. Kurzfassung:

VG Ansbach: ja
VG Braunschweig: Es kommt darauf an
VG Hamburg Für RAe: ja
VG Koblenz: Für RAe: nein
VG Münster: Tatsächliche Nutzung entscheidend
VG Wiesbaden: nein mangels Rechtsgrundlage

Nebenbei sei daran erinnert, dass die Frage ohnehin uninteressant ist, wenn der Nutzer schon ein Empfangsgerät angemeldet hat – so z.B. ein Autoradio im gewerblich genutzten Kfz (und das soll sogar bei Rechtsanwälten zuweilen vorkommen).

Unfall-Anwalt für lau?

Ein Kollege informiert auf seiner Homepage über die „Die zehn Gebote des Unfalls“. Interessant u.a. die Regel 9:

Was kostet mich der Anwalt bei einem Unfall ?

Nichts. Wieso? Die gegnerische Versicherung hat die Anwaltskosten in der Höhe, in der Ihre Ansprüche berechtigt sind, zu tragen. (Auch die Anwaltskosten gehören zum Schaden !!)

EBEN – und nur in dieser Höhe! Sind die anwaltlich geltend gemachten Ansprüche im Ergebnis unberechtigt, zahlt die Versicherung hierauf auch keine Anwaltskosten. Ob der Kollege dann wirklich insoweit auf sein – notfalls auch jegliches – Honorar verzichtet (und das rechtssuchende Publikum diese kleine aber feine Einschränkung versteht)?

rent-a-sarg

Angesichts der derzeitigen Wirtschaftkrise muss man sparen, wo man kann. Eine neue (?) Idee: rent-a-sarg.de, wo man sich wie folgt vorstellt:

Ihnen war das Sterben bislang aufgrund der hohen Sargpreise zu teuer? Dann sind Sie bei uns genau richtig, denn bei uns mieten Sie sich Ihren Wunschsarg zum Discount-Preis! Wir sagen…
» Einwegsärge, nein danke!
» Überlassen Sie das Sargrecycling nicht länger den Würmern!
» Das Bestattungswesen muss reformiert werden!
Bestellen Sie noch heute Ihren Leihsarg! Hier geht’s zur Sarg-Reservierung!

Na prima, schaun wir doch mal rein:

Wir beglückwünschen Sie zu Ihrem Entschluss in einem Leih-Sarg unter die Erde zu kommen. Aufgrund der begrenzten Anzahl der Särge bitten wir Sie termingenau zu sterben. Bedenken Sie: Pünktlichkeit ist das A und O, auch beim Sterben. Bitte geben Sie uns Ihr voraussichtliches Sterbedatum an, wir werden zum Wunschtermin (± 7 Tage) einen Sarg für Sie bereithalten.

Tja, am termingenauen Sterben wird’s dann wohl scheitern – und ein Suizid nur aus Sparsamkeit geht denn wohl doch zu weit. B)