Als unwissend geoutet

Der gegnerische Kollege meint zu Unrecht, bei seinem Mandanten sei im Rahmen der äußerst umfangreichen Zwangsvollstreckung aus einem Urteil des Landgerichts zu viel vollstreckt worden. Also teile ich mit, dass dem keineswegs so ist, vielmehr schuldet der Gegner noch Kosten:

Die Einzelforderungen werden Sie in Kürze dem nunmehr bei Gericht einzureichenden Antrag auf Festsetzung der notwendigen Kosten der Zwangsvollstreckung gegen Ihren Mandanten entnehmen können.

Der Kollege begreift es trotzdem nach wie vor nicht und schreibt mir u.a. ganz wichtig:

Der von Ihnen angekündigte Kostenfestsetzungsantrag liegt mir bislang nicht vor. Eine Anfrage bei der Geschäftsstelle des Landgerichts Schwerin am 19.o1.2009 ergab, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch dort kein solcher Antrag eingegangen ist.

1. Dass der Antrag dem Kollegen noch nicht vorliegt, ist bei dem Tempo unserer Gerichte (insbesodendere in Kostensachen) nicht wirklich erstaunlich.
2. Deutlicher kann man es kaum ausdrücken, dass einem die §§ 788 und 828 Abs. II ZPO offensichtlich völlig unbekannt sind.

Daher wird der Antrag beim Landgericht auch nie eingehen.

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