Anwaltliches Eigentor

Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen nicht unbedingt das Denkvermögen, wie eine Nachricht des Kölner Stadtanzeigers zeigt:

Radfahrerin von Schlagbaum getroffen
Weil sie vom Schlagbaum einer Schranke getroffen worden war, hatte eine Juristin eine Wiedergutmachung von dem Parkplatzbetreiber gefordert. Stattdessen bekam sie eine Rechnung für den Ersatz der demolierten Anlage. … Die Anwältin hatte dem Angestellten nach dem Vorfall ihre Visitenkarte in die Hand gedrückt in der Erwartung einer irgendwie gearteten Wiedergutmachung der Betriebsleitung. Doch statt der erhofften Blumen und einem Entschuldigungsschreiben hatte sie ein paar Tage später eine Rechnung über knapp 600 Euro im Briefkasten – für die Installation der neuen Schranke. Schließlich sei sie die Verursacherin des Schadens gewesen, da sie trotz aufgestellter Verbotsschilder mit dem Rad die Schranke passiert habe, begründete der Parkplatzbetreiber seinen Anspruch.

Die Anwältin, die lediglich vom provisorischen Austausch der Schranke ausging, verweigerte die Zahlung und sprach von einer fingierten Rechnung. Als der Parkplatzbetreiber sich daraufhin am Telefon bei ihr beschwerte und sein Geld forderte, zeigte sie ihn wegen Betrugs und Erpressung an. „Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Rechnung nicht korrekt ist“, erkannte die Amtsrichterin und warf dem Angeklagten lediglich vor, sich bisher zur Sache nicht geäußert zu haben, denn sonst wäre es offensichtlich gar nicht zum Prozess gekommen.

Schadenfroh grins 😉 (sorry!)

3 Gedanken zu “Anwaltliches Eigentor

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