PK Sockenschuss

Dem Mandanten wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn vorgeworfen. Auf dem Messfoto sind im Hintergrund deutlich größere Metalltafeln erkennbar. Daher habe ich auf die sich bei dem hier verwendeten Radar-Messgerät hohe – und naheliegende – Gefahr von Knickstrahl-Reflexionen hingewiesen.

In seiner Stellungnahme hierzu bügelt der wackere Polizeikommissar (dessen Name dem Titel dieses Beitrags nicht unähnlich ist) diese Einwendung locker kraft seiner Wassersuppe ab und schreibt u.a. Folgendes:

Eine Knickstrahlmessung lag hier nicht vor. Störungen sind während der Messung nicht aufgetreten.

Aha! Merke: Nicht sein kann, was nicht sein darf! Und wenn der wackere PK Sockenschuss keine Knickstrahl-Reflexionen bemerkt hat, dann gab es auch keine. Wozu da noch ein Sachverständigengutachten? 😉

(Glücklicherweise ist der Mandant rechtsschutzversichert)

2 Gedanken zu “PK Sockenschuss

  1. Ja, ja….die Knickstrahlreflexion….:-/

    Sicherlich mag es Polizeikommissare geben, die Knickstrahlen fühlen können.

    Aber die gibt es sicherlich ebenso häufig wie Rechtsanwälte (nicht aus Wismar! sondern aus 54634 Ahnungslos, Kreis Weißnix)), die im Bußgeldverfahren steif und fest Knickstrahlen bei Lasermessungen (z.B. Riegel oder Vitronic) vermuten (oder fühlen) und geltend zu machen versuchen.

    Liken

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