Droht bis 2015 die PKW-Maut?

Laut dpa via Ärztezeitung sollen die Autofahrer mal wieder das klamme Staatssäckel füllen:

Autofahrer müssen sich in Deutschland nach Experten-Ansicht mittelfristig auf eine Personenwagen-Maut auf allen Autobahnen und auch auf größeren Landstraßen einrichten. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Bericht der Bremerhavener „Nordsee-Zeitung“ (Donnerstag) eine Studie des „Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel“ (InnoZ) in Berlin. …

Wie die „Nordsee-Zeitung“ schreibt, sehen die InnoZ-Verkehrswissenschaftler angesichts der drastisch gestiegenen Verschuldung keine bezahlbare Alternative, um das Straßennetz in Deutschland auf dem bestehenden Niveau zu halten. An einen Ausbau sei erst gar nicht zu denken. Der demografische Wandel und die steigende Staatsverschuldung machten eine Pkw-Maut bis 2015 nötig, sagte Frank Hunsicker vom InnoZ dem Blatt. Bis 2030 solle die Umstellung von der öffentlichen zur Nutzerfinanzierung der Straßen – also die flächendeckende Einführung der Maut – weitgehend abgeschlossen sein.

Klar doch, wir haben’s ja …

Olaf T Punkt + Katja G Punkt …

… haben nach wie vor gut zu tun, wie n-tv.de berichtet. Kein Wunder:

Die Abzocke mit vermeintlich kostenlosen Web-Angeboten nimmt weiter zu. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat in diesem Jahr bereits 15.000 Anzeigen von Opfern registriert. 2008 waren es noch 6000.

Das sind ja rosige Aussichten für den „Pionier der Internet-Abzocke“ der u.a. seit Jahren für die berühmt-berüchtigte Gebrüder Schmidtlein GbR aus Büttelborn tätig ist, inzwischen firmierend unter Redcio OHG. 😉

Atlanticlux bzw. FWU kassieren ab

Mir liegt eine Aussage eines ehemaligen Vermittlers der berühmt-berüchtigten Nettopolicen der luxemburgischen Atlanticlux S. A. vor, wonach er jetzt von der FWU per Mahnbescheid auf Rückzahlung von Provisionen in Anspruch genommen wird. Zur Erinnerung: Unter dem Dach der FWU-Group finden sich folgende Firmen:

Die FWU AG
ATLANTICLUX Lebensversicherung S.A
PREMIUM SELECT LUX S.A.
FWU Provisions-Factoring GmbH
FWU Payment Services GmbH
FWU Unterstützungskasse GmbH

Die Versicherungsnehmer der Atlanticlux-Nettopolicen haben daneben eine Vermittlungsgebührenvereinbarung sowie eine Treuhandvereinbarung abgeschlossen, wonach das Inkasso der Versicherungsprämien sowie der Vermittlungsgebühren in mindestens deutlich vierstelliger Höhe über die FWU Payment Services GmbH stattfindet. Wenn Kunden nun diese Lebensversicherungs-Police kündigen, bleibt rechtlich die Vermittlungsgebührenvereinbarung hiervon unberührt. Der Versicherungsnehmer soll also trotz der Kündigung die teuren Vermittlungsgebühren weiter entrichten. Kommt er hiermit in Verzug, werden diese insgesamt fällig gestellt, jetzt allerdings von der FWU Provisions-Factoring GmbH. Zahlt der Kunde weiterhin nicht, macht diese Firma über eine Münchener Anwaltskanzlei diese (vermeintliche) Forderung gerichtlich per Mahnbescheid geltend.

Werden nun ehemalige Vermittler einerseits auf Rückzahlung bereits gezahlter (ganz oder teilweise vorfinanzierter? Stichwort: „Factoring“) Provisionen und ehemalige Versicherungsnehmer andererseits auf Zahlung noch nicht entrichteter Vermittlungsgebühren in Anspruch genommen, kommen doch gewisse Fragen auf … 🙄

AG Münster – geht’s auch einfach?

Auf Emfangsbekenntnissen des AG Münster findet sich – neben einer rechtlich unzutreffenden Belehrung darüber, wer die Kosten der Rücksendung zu tragen hat – auch folgender Hinweis:

Sie können das Emfangsbekenntnis auch gem. § 174 Abs. II ZPO per Fax zurücksenden. Na klar, wie auch sonst? Wie ist also die Faxnummer? Kurzer Blick in den Briefkopf:

Münster1

Nr. 2560. Das ist mit Sicherheit falsch. Weitere Angaben sind auf dem gesamten Emfangsbekenntnis nicht zu finden. Was soll das also? Daher nach einem Briefbogen des Gerichts geblättert, und siehe da:

Münster2

Wieder 2560, diesmal aber mit der Vorwahl 02 51. Na also, gewählt und – nichts. Dass auch die „494″ noch vorweg gewählt werden muss, erschließt sich nicht so ohne Weiteres, oder?

i-Potatoes

Wie PC WELT berichtet, verkaufen in Düsseldorf Betrüger Kartoffeln statt iPods:

Hunderte von Euro für eine Tasche voller Kartoffeln – zu spät bemerken die Betrogenen, dass sie weder Notebook noch iPod gekauft haben. Die Düsseldorfer Polizei hat einen britischen Betrüger verhaftet, der Passanten wiederholt Taschen voller Kartoffeln als vermeintliche Notebooks oder iPods teuer verkauft hat. Mit seinem noch nicht gefassten Komplizen gab er sich als mittelloser Tourist aus, der schnell in die Heimat zurückkehren wolle und deswegen seinen Laptop besonders günstig verkaufe. Nach der Begutachtung der elektronischen Ware tauschten die Betrüger die Tasche gegen eine Tasche voller Kartoffeln – die Opfer bemerkten den Fehlkauf zu spät.

Fehlkauf ? Naja, iPod stand eben für iPotatoes. 😉