Kennen Sie Forestle?

Nein? Ich bisher auch nicht. Klingt so, als wenn ein Schwabe Englisch spricht – und ist auch nicht ganz verkehrt:

Forestle ist eine „grüne Suchmaschine“, die sich für den Schutz des Regenwaldes einsetzt. Der Name Forestle leitet sich von dem englischen Wort „Forest“ (Wald) ab.

Forestle erzielt bei Ihren Suchabfragen Werbeeinnahmen durch Klicks auf so genannte „Sponsoren Links“. Diese Textanzeigen werden von unserem Partner Yahoo geliefert und bei Forestle neben den normalen Suchergebnissen dargestellt.

Alle Einnahmen (abzüglich ca. 10% Verwaltungskosten), die wir über Forestle-Suche gene-rieren, gehen an das „Adopt an Acre“ Programm unserer Partnerorganisation The Nature Conservancy – eine der renommiertesten Naturschutzorganisationen weltweit. Dort werden die Einnahmen dazu verwendet, bedrohte Regenwaldgebiete nachhaltig zu bewahren.
Forestle in Zahlen

Durch Ihre Suchabfragen bei Forestle erzielen wir durchschnittlich genug Werbeeinnahmen, um pro Suche etwas mehr als 0,1m² Regenwaldfläche für immer zu schützen.

Ein normaler Internetnutzer führt circa 1.000 Suchen im Jahr durch. Jeder Nutzer kann also mit Hilfe von Forestle jährlich ungefähr 100m² Regenwald kostenlos retten. Diese Fläche entspricht etwa der Fläche eines großen Klassenzimmers. … Bisher hat Forestle insgesamt schon mehr als 2.064.376,8 m² Regenwald gerettet!

Klingt jedenfalls interessant, und es muss ja nicht immer Google sein, oder?

Wird Pochers Lästermaul poliert?

… fragt man sich bei GMX.

TV-Lästermaul Oliver Pocher ist für sein loses Mundwerk bekannt. In der nächsten Folge seiner „Oliver Pocher Show“ muss er auf dieses besonders gut aufpassen, denn Boxweltmeister Arthur Abraham ist zu Gast. Beim obligatorischen Late-Night-Talk wird es dabei nicht bleiben. Denn der Comedian wird mit dem Profiboxer in den Ring steigen. …

Pochers Kollege Stefan Raab hat mit ähnlichen Showkämpfen bereits schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Er boxte zweimal gegen die damalige Box-Weltmeisterin Regina Halmich und holte sich dabei einige Schrammen und im ersten Kampf sogar eine gebrochene Nase.

Na, das lässt doch hoffen! :>>

Eigenlob …

Ein Kollege meint, sein Blog rangiere auf „Platz 20 der TOP-100 aller deutschsprachigen juristischen Blogs“ und erläutert „das von JuraBlogs.com ständig aktualisierte Ranking“. Dass (leider) bei weitem nicht alle „deutschsprachigen juristischen Blogs“ bei JuraBlogs registriert sind, übersieht er allerdings.

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Leider? Besser ist das wohl.

P.S. Lesenswert dieser Artikel bei JurPC und hier sieht der Rang 131 auch nicht mehr so toll aus. 😉

Haut dem Jack auf die Pfote(n)

Die Abmahnaktion des deutschen Outdoor-Herstellers Jack Wolfskin gegen eine Hobbynäherin und andere scheint so richtig nach hinten loszugehen, wie Magnus.de berichtet:

Bei vielen Internetnutzern hat Jack Wolfskin, das seinen Sitz in Idstein im Taunus hat, mit dem Vorgehen seinen guten Ruf verspielt. Im Web ist bereits von einem „PR-Desaster“ die Rede. In Blogs und dem Online-Kurznachrichtendienst Twitter kursieren angesichts der „Abmahnwelle gegen Hobbybastler“ Boykottaufrufe. Der Kommunikationsberater Klaus Eck, der Unternehmen beim Aufbau eines Netz-Images berät, schreibt in seinem „PR-Blog“: „Das David-gegen-Goliath-Spiel (…) schadet der Online-Reputation des Unternehmens inzwischen massiv.“ Die Blogger- und Twitterer-Gemeinde solidarisierte sich mit den Abgemahnten. Ein „Zwitscherer“ kündigte an, „Alle seine Jack- Wolfskin-Klamotten in die Altkleidersammlung“ zu werfen. …

Tja, mal wieder die Macht des Internets (und der Medien) unterschätzt. Selbst schuld! 😉

Advent, Advent, die Bude brennt

Noch ist es zwar nicht ganz so weit, aber die Adventszeit ist nicht mehr fern. Zeit, sich an ein schon etwas älteres Urteil des OLG Düsseldorf (4 U 182/98 vom 21.o9.1999) zu erinnern:

Ein Mann hatte im Wohnzimmer die Adventskerzen angezündet und dann im Schlafzimmer seine Freundin wecken wollte. Dabei erlag er jedoch ihren Reizen, plötzlich waren die Kerzen vergessen. Leider wurde es derweil auch im Wohnzimmer heiß, weil der Adventskranz Feuer gefangen hatte und die Einrichtung brannte. Den Schaden von über 60.000.- DM musste die Hausratversicherung zahlen. Das Gericht zeigte Verständnis:

Unwidersprochen ist das Landgericht davon ausgegangen, daß der Kläger nach dem Betreten des Schlafzimmers aufgrund der „körperlichen Reize“ seiner Lebensgefährtin nicht mehr an den brennenden Adventskranz gedacht habe. Für die Darstellung des Klägers, von seiner Lebensgefährtin ungeplant abgelenkt worden zu sein, spricht im übrigen, daß er unstreitig den Frühstückskaffee bereits zubereitet hatte, als er sich in das Schlafzimmer begab. Sein Verhalten erscheint danach zwar fahrlässig, aber – unabhängig davon ob der Aufenthalt im Schlafzimmer 15 oder bis zu 60 Minuten dauerte – nicht in einem Ausmaß schuldhaft, welches als unverzeihlich und damit als vorwerfbar grob fahrlässig einzustufen wäre … Es erscheint deshalb in subjektiver Hinsicht nicht als unverzeihliches Fehlverhalten, daß der Kläger sich der von dem Adventskranz ausgehenden Gefahr während seines nach der Ablenkung durch seine Lebensgefährtin ungeplant verlängerten Aufenthalts im Schlafzimmer zeitweilig nicht mehr bewußt war.

Na also, so weltfremd sind Richter doch gar nicht. 😉

Ignoranz + Geldverschwendung

Dem Mandanten wird Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vorgeworfen. Nach Aktenlage ist die Beweislage dünn, also entsprechende Schutzschrift an die StA:

Die angeblich tatrelevanten Spuren an dem PKW des Mandanten sind Altschäden, hierfür steht Zeugenbeweis zur Verfügung, im Übrigen ist bei einer (unterstellten) leichten seitliche Berührung im Vorbeifahren die taktile Wahrnehmbarkeit eher nicht nachweisbar, also zumindest kein Vorsatz.

Unsere StA ficht das (wie fast immer) überhaupt nicht an, sie erhebt die übliche aus Textbausteinen zusammengebastelte Anklage. Das Gericht übersendet diese zur Stellungnahme. Daraufhin nochmals ausführliches Schreiben, u.a.: Fragwürdige Zeugenaussage, Beweis für Altschäden an dem PKW des Mandanten, angeblich geschädigter PKW knapp 16 Jahre alt und ohnehin voller Schrammen, mangelnde Kompatibilität der (angeblichen) Anstoßstellen etc. pp. und jedenfalls kein Vorsatz nachweisbar.

Auch das Gericht zeigt sich ungerührt und erlässt Eröffnungsbeschluss. Die Hauptverhandlung dauert dann nur knapp eine halbe Stunde, bis auch dem letzten klar ist, dass die Anklage nicht zu halten ist. Der Staatsanwalt murmelt schon etwas von Freispruch, das Gericht ziert sich etwas, im Ergebnis Einstellung des Verfahrens gem. § 153 StPO auf Kosten der Staatskasse, d.h. allein knapp 900.- Teuro Verteidigerhonorar.

Nicht, dass ich nicht gerne Geld verdiene, aber können wir uns angesichts doch ach so klammer öffentlicher Kassen derartige Geldverschwendung leisten? (Inwieweit hier weitere Fehlleistungen u.a. der angeblich objektivsten Behörde der Welt zu beklagen sind, lasse ich bewusst einmal offen).