Ärmlich

Nachdem in der Blawgsphäre inzwischen wohl (fast) jeder weiß, wen der gnadenlose Blogkiller abgeschossen hat, hat selbiger sich inzwischen bemüßigt gefühlt, die Daten des Opfers durch Kürzung mehr schlecht als recht zu „anonymisieren“ und bedankt sich dann artig bei dem 282. Kommentator, der ihn auf die Unzulänglichkeit dieser Aktion hinweist. Ansonsten nach wie vor kein Wort zu der Aktion. Ganz schwaches Kino! 😥

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Schweigen ist – schwach

Twitter – der Marktplatz der Belanglosigkeiten, z.B. …

Viele Dinge lernt man am Rande. Zum Beispiel, dass es bei WordPress-Blogs einen „Wartungsmodus“ gibt.

… könnte eine ebensolche Belanglosigkeit desselben Autors sein wie

„Heute Abend gehe ich nicht so spät zu Bett“

Insider wissen, dass dem nicht so ist, sondern schlichte Häme eines Herrn, der in der Blawgsphäre eine Diskussionslawine losgetreten hat, sich aber hierzu – jedenfalls in seinem Blog – offiziell nicht mehr äußert, sondern huldvoll schweigend (derzeit) 240 Kommentare zu der Thematik feiert.

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Geheimnisvoll ?

Die Floskel „bleibt ein Geheimnis“ scheint der absolute Favorit des gegnerischen Kollegen zu sein, er verwendet sie immerhin (mindestens) neun Mal in seinem Schriftsatz. Weder witzig noch originell, sondern allenfalls dümmlich, zumal dann, wenn z.B. wie folgt formuliert wird:

Woraus sich Derartiges ergibt, bleibt ein Geheimnis.

Beweis: wie vor

Der vorstehende Beweisantritt – auf den hier Bezug genommen wird – war: „Vertragsabreden, bereits vorgelegt“

Abgesehen davon, dass diese „bereits vorgelegten Vertragsabreden “ in keiner Weise individualisierbar spezifiziert werden – diese beweisen also, dass ein Geheimnis bleibt, woraus sich Derartiges ergibt, oder wie? Sehr erhellend – oder doch geheimnisvoll – oder einfach Geschwätz? >:-[

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Bußgeldstelle vs. verstorbener Betroffener

Nicht nur pietätlos, was eine Bußgeldstelle da treibt:

Sie wendet sich im Wege der Amtshilfe an die Wohnsitzgemeinde des nach Begehung einer Verkehrs-Owi verstorbenen Betroffenen und bittet tatsächlich um Vollstreckung der Geldbuße. Die Wohnsitzgemeinde lehnt spontan ab mit einer vielleicht nicht unbedingt druckreifen, aber menschlich verständlichen Begründung.

Die Lösung hätte sich aber auch aus § 459 c Abs. III StPO

In den Nachlaß des Verurteilten darf die Geldstrafe nicht vollstreckt werden.

bzw. § 101 OwiG ergeben:

In den Nachlaß des Betroffenen darf eine Geldbuße nicht vollstreckt werden.

Sollte die Bußgeldstelle diese Normen tatsächlich nicht kennen? Honi soit qui mal y pense! :-/

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Blogwar – das war’s denn schon

Der andere Blogautor hat den halbanonymen einen öffentlich geoutet, dieser hat sein Blog daraufhin in den „Wartungsmodus“ versetzt, faktisch aber wohl geschlossen.

Man kann über jeden der beiden Autoren denken, was man will – in beiden Blogs fand sich sicherlich (auch) kritikwürdiges, und wer provoziert, muss mit Gegenreaktionen rechnen – aber das Ergebnis kann nicht gefallen:

Der eine Richter, der andere Rechtsanwalt: Beide sollten Meister des Wortes, zumindest aber zu einer gepflegten – gern auch pointierten – verbalen Auseinandersetzung fähig sein. Stattdessen stänkert der eine des öfteren aus der Deckung, der andere schlägt irgendwann kurz und trocken mit der Keule zurück. Dass die Folgen dieses Gegenschlages überraschen oder nicht vorhergesehen wurden, glaube ich eher nicht.

Ergebnis: Verlierer auf beiden Seiten und ein Richterblog – wovon es m.E. gern mehr geben dürfte – weniger. 😦

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Blogwar – oder so was kommt von so was?

Der eine Blog stänkert halbanonym, der andere Blog reagiert nicht, der eine stänkert weiter, der andere reagiert immer noch nicht, der eine legt noch einen drauf, der andere nennt daraufhin den Namen des einen. Der eine zensiert moderiert plötzlich die bis heute Nachmittag noch offene Kommentarfunktion seines Blogs.

Klingt kraus? Ist es auch. Aber es gibt bestimmt eine Fortsetzung – ob sie gut wird, ist eine andere Frage. 8|

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