Die Kripo droht?

In einem gegen seine Ehefrau geführten Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Betruges wird der Ehemann – der als GmbH-Geschäftsführer auch ihr Arbeitgeber ist – zur Kripo als Zeuge vorgeladen. So weit – so gut. Interessant aber der folgende Zusatz:

Ich bitte, folgende Unterlage mitzubringen:
Ausweis, Gehaltsnachweis ab Dezember 09 + entsprechende Buchbelege Ihre Firma gemäß GmbH-Gesetz. Hinweis bei nicht Vorlage erfolgt Info an Zuständige (FinA etc.).

(die etwas eigenwillige Schreibweise ist original)

Dass der brave Kripo-Beamte zuvor vergeblich versucht hatte, den Zeugen am Telefon zur Übersendung von Gehaltsbescheinigungen seiner Gattin „auf dem kleinen Dienstweg“ zu überreden, sei nur am Rande erwähnt.

Der Zeuge wird natürlich nicht erscheinen, nicht zuletzt deshalb, weil ich seine Ehefrau verteidige ;). Bin dann mal auf die „Info an Zuständige“ gespannt.

P.S.: Sollte der gute KHK wirklich erwarten, dass der Zeuge nicht von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht, obwohl ihm mein Akteneinsichtsgesuch für die Ehefrau schon vorliegt?

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4 Gedanken zu “Die Kripo droht?

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