Schnabel halten!

Das gilt nicht nur generell im Bereich von Owi- bzw. Strafsachen, sondern auch am Unfallort, jedenfalls wenn man der – sicherlich nicht abwegigen – Rechtsauffassung des KG Berlin (12 U 226/08 vom 17.o8.2009) folgt:

Spontane und unverfälschte Äußerungen am Unfallort haben im Rahmen der Beweiswürdigung eine starke Bedeutung, weil sie erfahrungsgemäß richtig sind.

Ist man allerdings der/die Geschädigte: Genau zuhören und hoffen, dass Zeugen mithören! 😉

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2 Gedanken zu “Schnabel halten!

  1. Das kann ich nur bestätigen:
    Mit meinem Auto wollte ich nach Links von einem Privatgrundstück auf die Straße einbiegen. Ebenfalls von Links näherte sich ein anderes Fahrzeug, als ich mich schon im Abbiegevorgang befand (unübersichtliche Stelle).
    Ich gebe Gas um schnell in meine Spur zu kommen, es kommt zum Unfall, weil der Unfallgegner auf meine Spur ausweicht.(Frontschaden bei mir, wirtschaftl. Totalschaden beim Unfallgegner+ Schleudertrauma bei seinem Beifahrer)
    Intelligenterweise sagt dieser am Unfallort vor Zeugen und noch total aufgeregt, dass er 1. zu schnell unterwegs war(„so 20 drüber“) und ja 2. nicht bremsen konnte, obwohl er mich gesehen hätte, da sein Auto ja kein ABS hätte^^
    Schlussendlich hat seine Versicherung kommentarlos alles beglichen und ich bekam ein Bußgeld von 35€(!).
    So einfach kann eine relativ unübersichtliche Unfallsituation durch eine aus seiner Sicht unüberlegte Aussage geklärt werden.

    Liken

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