Aufbruchsstimmung?

Ein noch nie dagewesenes Ereignis rauscht durch die Blawgsphäre: Der Bundespräsident tritt zurück! Einige Kollegen mussten sogar erst einmal nachlesen, ob das überhaupt von Verfassungs wegen vorgesehen ist. Es ist – und warum auch nicht? Warum sollte dem höchsten Repräsentanten unserer Republik nicht möglich sein, was – gelegentlich – auch bei anderen Politikern beobachtet wurde?

Nur – bisher gab es hierfür doch meist beachtliche oder jedenfalls ersichtliche Gründe. Neuerdings scheinen aber nicht mal mehr diese erforderlich zu sein. Gerade erst stellt der brutalstmögliche Lügner Aufklärer fest, dass „Politik nicht sein Leben“ ist und schmeißt selbige hin. Jetzt reagiert (immerhin) ein Bundespräsident extrem dünnhäutig und pikiert auf Kritik, beklagt mangelndem Respekt vor seinem Amt und geht ebenfalls.

Was lernen wir daraus? Es bzw. man kann sogar auch ohne erhebliche Gründe gehen, nicht wahr, Frau Merkel, Herr Westerwelle?

Update: Wie Kommentator Sven zu Recht anmerkt, gab es tatsächlich schon ein Vorbild (sorry, vergessen, ist schon so lange her 😉 ): Heinrich Lübke, der wegen einer Medieankampagne und/oder ausgesundheitlichen Gründen zurücktrat.

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4 Gedanken zu “Aufbruchsstimmung?

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