Eigenes Gewissen? Wozu?

Deutlicher kann man die (ggf. zu erzwingende) Unterordnung des freien Willens bzw. einer freien Gewissensentscheidung unter die politische Disziplin kaum demonstrieren als es Kanzlöse & Co. derzeit praktizieren:

Hinter den verschlossenen Türen des Fraktionssaals schwört Merkel die Wahlleute der Union ein: „Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die gemeinsamen politischen Ziele“, sagt sie. „Wir sind eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten.“

Ekelhaft!

P.S. Herrlich auch folgendes:

Dramatischer Appell der Kanzlerin: Angela Merkel hat die Wahlleute in ihren Reihen dazu aufgerufen, im zweiten Durchgang geschlossen für Christian Wulff als Präsidenten zu stimmen. Sonst sei man im dritten von den Linken abhängig.

„… von den Linken abhängig“ – der Kanzlöse ist wirklich kein Argument zu peinlich. Glaubt sie etwa wirklich, dass auch nur annähernd die Chance besteht, die Linke würde „ihren“ Kandidaten wählen? Und selbst wenn – wo wäre da bitte die Abhängigkeit?

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4 Gedanken zu “Eigenes Gewissen? Wozu?

  1. Die von der Kanzlerin angesprochene Abhängigkeit besteht darin, dass nach dem Ergebnis im 1. Wahlgang die relative Mehrheit für Wulff davon abhing, dass die Linke nicht für Gauck stimmt.

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    • So ungern ich auch jemanden enttäusche: Was ist so schlimm daran, dass ich – wie die Mehrheit auch – die derzeitige Koalition nicht so toll finde, im Zweifel lieber Gauck als Wulff wählen würde und im Übrigen für eine Direktwahl des Bundespräsidenten bin?

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