Verkehrsrecht kann doch jeder, oder?

Der Kollege macht Werbung u.a. mit „“allgemeines Zivilrecht, Verkehrsunfallsachen“. Kann ja auch jeder – oder auch nicht:

Der rechtsschutzversicherte (!) Mandant hatte im Mai 2010 einen Unfall, bereits im Juli 2010 lehnte die gegnerische Haftpflichtversicherung die Haftung ab. Dann gibt es in der Regel nur zwei Möglichkeiten: Die Sache leise weinend vergessen oder aber gerichtlich klären. Der Kollege bevorzugte eine andere Variante: Man holt zunächst – im Namen und auf Kosten (!) des Mandanten – ein unfallanalytisches Sachverständigengutachten ein. Kosten knapp 1.200.- €, die jedenfalls zunächst der (ohnehin klamme) Mandant zu zahlen hat.

Abgesehen davon, dass ein solches sog. Privatgutachten vor Gericht nur geringen Beweiswert hat: Auf die Idee, gleich zu klagen oder aber zumindest ein gerichtliches Beweisverfahren auf Kosten der Rechtsschutzversicherung einzuleiten, dessen Ergebnisse als objektives Beweismittel gerichtsverwertbar sind, ist der Kollege wohl nicht gekommen?!

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