Das polizeiliche Gedächtnis …

… fasziniert doch immer wieder: In Berlin wurde am 10. April 2011 ein Fahrstreifen der BAB 11 wegen eines Unfalls „mittels Dauerlichtzeichen gesperrt“. Dieses haben offensichtlich viele Fahrzeugführer ignoriert, was die vor Ort tätigen Polizeibeamten zu entsprechenden Anzeigen veranlasste.

Meinem Mandanten wurde eine entsprechende Anhörung übersandt. Nach Akteneinsicht – natürlich ohne Vollmachtsvorlage 😉 – haben die Polizeibeamten dessen PKW in einer ansonsten offensichtlich vorgedruckten „Massenanzeige“ wie folgt beschrieben:

Espace, 1 männl. + weibl, weitere

Tatsächlich kommen (theoretisch) mein Mandant, dessen Nichte und deren Vater als „Täter“ in Betracht. Auf meine Anfrage, ob Bilder oder Angaben zum Geschlecht des Fahrers vorliegen, wird nachermittelt. Und siehe da: Der Polizeibeamte teilt mit Datum vom o6. Juli 2011 mit, es habe sich um einen männlichen Fahrzeugführer gehandelt.

So, so, und das weiß man noch ca. drei Monate später, obwohl diverse Fahrzeugführer die Sperrung ignoriert haben sollen. Faszinierend, oder?

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