And (again) the Winner is … OPERA

Winload berichtet:

Lifehacker hat sich die Browser Firefox 7, Internet Explorer 9, Google Chrome 14 und Opera 11.51 vorgeknöpft und lediglich auf ein Kriterium getestet: Geschwindigkeit. In unterschiedlichen Tests (Kaltstart, Laden von Tabs, JavaScript, DOM/CSS, Speicherbelegung) wurden die Programme dem Speed-Test unterzogen und das Ergebnis mag manchen überraschen: Nicht Firefox, nicht der Internet Explorer und auch nicht Chrome dürfen sich die Krone aufsetzen, Opera ist den Testergebnissen zufolge der derzeit schnellste Browser. Lediglich bei JavaScript war Chrome schneller, ansonsten hängte Opera in den restlichen Disziplinen die Konkurrenz ab.

Na also!

SCNR 😉

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Insolvenzrettung via ebay?

Bei ebay wird eine „Insolvenzabwehr für notleidende GmbH als letzte Rettung“ angepriesen – für „kleine“ 6.400.- Teuro und mit vorhersehbarem Resultat:

Entweder es kommt zu einem Vergleich und die Firma ist gerettet oder es kommt zu einem Insolvenzverfahren.

Letzteres kann man allerdings auch ohne Zahlung von 6.400.- Teuro haben. Und ob ersteres wirklich glücklich macht? Der Anbieter verweist auf die Seite insolvenz-abwehr.info. Dort findet sich dann Folgendes:

Im Falle der erfolgreichen Sanierung geht zumindest die Majorität der Gesellschaftsanteile der sanierten Gesellschaft in das Eigentum von PAN21.com Unternehmensberatung UG über. Diese Gesellschaftsanteile haben zwar einen gewissen Wert, der aber ohne den vorherigen Geschäftsführer, der für den Umsatz und Gewinne verantwortlich war, praktisch wertlos ist.

Naja …

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Facebook – mir graut vor Dir

Mein Verständnis für Facebook und die Aktivitäten seiner User hält sich nicht zuletzt aus Datenschutzerwägungen in äußerst engen Grenzen. Nun aber setzen Zuckerberg & Co. offensichtlich zum Frontalangriff an, wie u.a. GMX berichtet:

Mark Zuckerberg will alles: Jedes Kochrezept, jeden gesehenen Film, jeden gehörten Song. Geburten, Hochzeiten, Zeugnisse. Facebook soll zentrales Lebensarchiv all seiner Nutzer werden und Angelpunkt allen Medienkonsums. Die Pläne sind atemberaubend – und für manche Branche furchteinflößend.

Alle Fotos, alle Videos, alle gelesenen Bücher, jedes selbstgekochte oder im Restaurant eingenommene Essen, überhaupt alle Lebensereignisse in einer Art Endlos-Steckbrief vereint, unten die Geburt, oben die Gegenwart – das ist Facebooks neue Vision von der eigenen Rolle im Leben seiner Nutzer. …

Alle Neuerungen haben ein zentrales Ziel: Die Nutzer der Netz-Community sollen möglichst viele Aspekte ihrer alltäglichen Existenz mit ihrem digital verknüpften Freundeskreis teilen – und damit gleichzeitig mehr Information als je zuvor auf den Servern des Datenkonzerns Facebook hinterlassen. Facebook soll zur totalen Archiv- und Konsumplattform werden, zum Spiegel der Existenz von Hunderten von Millionen.

Vgl. auch bei PC WELT:

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will Facebook zum Lebensarchiv eines jeden Nutzers machen: Alles, was ein Mensch erlebt, soll dauerhaft gespeichert werden und jederzeit abrufbar sein. Die Werbeindustrie dürfte jubeln, Datenschützer dagegen das blanke Entsetzen befallen.

Das Resümee bei GMX:

Zuckerbergs schlichte Botschaft ist: Wir organisieren das digitale Sozialleben weiter Teile der entwickelten Welt. Unsere Plattform wird als Kommunikations-, Informations- und Unterhaltungszentrale für immer mehr Menschen unverzichtbar. Das soziale Netz ist der zentrale Knotenpunkt des medialen Kommunikationsverhaltens der Zukunft. Entweder ihr macht mit – oder ihr geht unter.

Gegenfrage: Wie bekloppt muss man sein, um da mitzumachen – jedenfalls als User?

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Der „Postbeistand" spammt

Soeben erreicht mich eine E-Mail, angeblich von der Deutschen Post AG (tatsächlich lautet die Absenderadresse beistand @deutschepost.de):

Lieber Kunde,
Es ist unserem Boten leider misslungen einen Postsendung an Ihre Adresse zuzustellen. Grund: Ein Fehler in der Leiferanschrift. Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich kriegen. Anbei finden Sie einen Postetikett. Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen.

Vielen Dank! Deutsche Post AG.

Sieben Fehler in fünf Sätzen? Selbst für die Deutsche Post ein bisschen viel, oder? Da befördern wir die angehängte Datei „Postetikett#13532.zip“ mal lieber dahin, wo sie hingehört. 😉

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"Vorläufiger Entzug des Führerscheins" ?

Unter der Überschrift „Was bedeutet vorläufiger Entzug des Führerscheins“ referiert ein Kollege über die §§§ 111 a StPO und 69 StGB. Letzterer trägt nicht umsonst die Überschrift „Entziehung der Fahrerlaubnis„. Von „Führerschein“ ist in § 69 StGB mit keinem Wort die Rede – und das aus gutem Grund:

Führerschein ist die legendäre „Pappe“ – heutzutage gerne aus Kunststoff im Scheckkartenformat. Entzogen wird jedoch die Fahrerlaubnis, also die behördliche Genehmigung, bestimmte Fahrzuge führen zu dürfen.

Der Unterschied? Wer seinen Führerschein verliert, darf noch fahren (und begeht allenfalls einen Ordnungswidrigkeit, Nr. 168 BKat), wer seine Fahrerlaubnis verliert, nicht. 😉

Wer mit „Verkehrsrecht“ Werbung macht, sollte auf derartige Feinheiten (?) achten.

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Worst case

Es geht um Ansprüche aus einem Kabelfernsehvertrag. Der Kollege erhebt eine Feststellungsklage, die wegen Subsidiarität derselben eher unzulässig sein dürfte, daneben beantragt er Prozesskostenhilfe für seine offensichtlich klamme Partei (wohlgemerkt, kumulativ – und nicht etwa zunächst PKH-Antrag mit Klage unter der Voraussetzung der Bewilligung).

Der Gegenstandswert liegt bei sage + schreibe knapp 50.- Teuro. Das Gericht ordnet zunächst – so weit, so gut – ein Verfahren nach § 495 a ZPO an. Die Beklagte rügt u.a. die örtliche Zuständigkeit des Gerichts sowie die Unzulässigkeit der Feststellungsklage.

Anstatt die Sache in aller Ruhe im schriftlichen Verfahren zu beenden, wird das Gericht aktiv und beraumt – ohne entsprechenden Antrag einer der Parteien – Termin zur mündlichen Verhandlung an. Dass muss man nicht unbedingt verstehen, noch weniger aber den weiteren Verlauf:

Am Nachmittag vor dem Termin (!) – er hat wohl zu Hause auf dem Sofa erstmals die Akte etwas genauer gelesen – versucht der Richter plötzlich hektisch, unter Hinweis auf seine wohl nicht gegebene örtliche Zuständigkeit den Klägervertreter telefonisch zu einem Verweisungsantrag zu überreden – leider vergeblich.

Es wird also mündlich verhandelt. Im Termin weist das Gericht wiederum darauf hin, sich für örtlich unzuständig zu halten. Nun stellt der Kollege den Verweisungsantrag.

Anwaltskosten bis dahin ca. 168.- Teuro, dazu Gerichtskosten von 75.- Teuro, summa summarum also 243.- Teuro – verbrannt für – NICHTS! Dass PKH für diese Verhandlung vor dem unzuständigen Gericht nicht gewährt werden dürfte, sei nur am Rande bemerkt.

Das Abenteuer wird also vor dem jetzt zuständigen AG München weitergehen – mit wohl vorhersehbarem Ausgang.

Solche Prozesse braucht keiner – und § 139 ZPO – insbesondere dessen Abs. IV S. 1 – interessiert so manchen Richter offensichtlich auch eher nicht.

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Mehr Zynismus geht nicht

RP-online berichtet:

Die Nuklear-Lobby kommt auf einem Treffen in London zu denkwürdigen Einsichten. Der GAU in Japan sei zwar schlimm gewesen, spreche aber letztlich für die Sicherheit der Technik. … Der Atomunfall in Fukushima war schlimm. Und: Er ist ein Beweis dafür, wie sicher Kernkraftwerke sind. … Schließlich, so die Beweisführung, habe es mehrere Explosionen und drei Kernschmelzen in Fukushima-Daiichi gegeben – und dennoch sei kein einziger Mensch direkt in Folge des Super-GAUs umgekommen.

Dabei sei doch in Fukushima vieles gut gelaufen: Die Betreiberfirma Tepco etwa hat radioaktives Wasser in den Pazifik geleitet, weil sie der Mengen an verstrahltem Wasser nicht mehr Herr wurde. Als „natürliche Entsorgung“ bezeichnet das einer der Begründer des indischen Atomprogramms, Chaitanyamoy Ganguly.

Dazu fällt selbst mir nicht mehr viel ein – und das wäre wiederum nicht veröffentlichungsfähig.

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