Mal angenommen …

… ich würde als Klägervertreter zumindest hunderte von Fällen mit (nahezu) identischer Thematik bearbeiten (Insider wissen, was gemeint ist), verliere einen Prozess vor einem Landgericht, gehe in Berufung und das OLG gibt zu erkennen, die Klage und auch die Berufung wegen eines zentralen Problems für nicht begründet zu halten …

… dann würde ich lieber leise weinend über eine Berufungsrücknahme nachdenken und einen Prozess verlieren – als eine Trumpfkarte für die Gegner in allen weiteren Verfahren zu produzieren.

Aber ich bin ja nicht auf Klägerseite – und der gegnerische Kollege ist ersichtlich so von sich und seinen Testbausteinwüsten Schriftsätzen überzeugt, dass ihm dieser Gedanke wohl gar nicht erst kam. Verbindlichsten Dank – auch dem OLG Koblenz!

Aber es besteht ja noch Hoffnung: Das OLG hat die Revision zugelassen. Und dass der gegnerische Kollege jedenfalls den BGH davon überzeugen wird, das selbstverständlich völlig rechtsirrige Urteil des OLG zu kassieren, kann doch nicht ernsthaft zweifelhaft sein, oder? 😉

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3 Gedanken zu “Mal angenommen …

  1. …hört sich hoffnungsvoll an.
    Gibt es schon eine Veröffentlichnung?- oder können Sie
    ein Aktenzeichen nennen?
    Man freut sich ja über jede positive Entscheidung in
    diesen Dingen bei den vielen „Textbausteinurteilen“…

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