Doch nicht so schön in der Schweiz ?!

Wie schon berichtet, beneide ich die Schweiz um ihren „Anti-Schwafel-Paragraphen“ in deren ZPO. Die dortige StPO scheit allerdings stark verbesserungswürdig. Ein Schweizer Kollege berichtet:

Eine Strafverteidigerin … ist amtliche Anwältin für einen groben Jungen, der in U-Haft sitzt. Sie wird vom Staatsanwalt informiert, dass am nächsten Morgen eine Haussuchung beim Angeschuldigten geplant sei. Sie informiert telefonisch die Lebenspartnerin des Angeschuldigten. Diese Telefon ist, StPO-konform, angezapft. Ihr Gespräch landet also beim StA, als Zufallsfund.

Das Telefon einer Strafverteidigerin „StPO-konform, angezapft“ ??? Liebe Eidgenossen, das geht aber gar nicht! >:-[

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3 Gedanken zu “Doch nicht so schön in der Schweiz ?!

  1. Auch wenn ich im Ergebnis zustimme, dass man ein solches Gespräch nicht auswerten dürfte: Ich denke mal, der Anschluss der Freundin ist angezapft – nicht das der Strafverteidigerin. 😉

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  2. Rein grammatikalisch: Sie ruft die Lebensgefährtin an..Dieses Telefon…
    Der berühmte Unterschied zwischen „dieser“ und „jener“. ME eindeutig das Telefon der Lebensgefährtin.

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  3. Quelle?

    Die Geschichte erscheint mir gleich mehrfach unglaubwürdig:

    Wieso sollte ein Staatsanwalt eine Strafverteidigerin im Voraus über eine Hausdurchsuchung informieren?

    „Grober Junge“ ist kein in der Schweiz gebräuchlicher Begriff.

    Soooo einfach ist die Sache mit den Zufallsfunden auch nach Schweizer StPO nicht.

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