Veruntreut, aber zu versteuern

Das FG des Saarlandes hat mit Urteil 1 K 1342/09 vom 29.o2.2012 entschieden:

Veruntreut ein RA, der seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt, von einem Schuldner für den Mandanten eingetriebene Gelder, indem er sie bei Fälligkeit wissentlich nicht an den Mandanten weiterleitet, so liegt in diesem Zeitpunkt kein durchlaufender Posten i.S.v. § 4 Abs. 3 Satz 2 EStG mehr vor, so dass es insoweit zu einer Gewinnerhöhung kommt. Denn die für einen durchlaufenden Posten erforderliche Verklammerung von „Vereinnahmung und Verausgabung für einen anderen“ ist damit durchbrochen.

Der Kollege hat allerdings Rechtsmittel eingelegt. Nun muss also der BFH ran (VIII R 19/12). Auch wenn Steuerrecht nicht so meine Baustelle ist: Der BFH dürfte wohl eher nicht zu dem Ergebnis gelangen, dass die veruntreuten Gelder steuerfrei sind.

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