Unbelehrbar

„Aus Schleswig-Holstein nichts gelernt“ titelt die Strafakte. Es geht um den Kahlschlag unter den Gerichten in Mecklenburg-Vorpommern, also den unsinnigen Plan, die Zahl der Amtsgerichte von derzeit 21 auf zehn zu senken.. Im Klartext:

In Vorpommern fallen die Standorte weg in:
Ueckermünde (zum 1. Oktober 2014),
Wolgast (1. August 2015)
Demmin (1. Oktober 2015).

Aufgelöst werden außerdem die Gerichte in
Bad Doberan (1. Juli 2014),
Hagenow (1. April 2015)
Ribnitz-Damgarten (1. März 2017).

Fünf Amtsgerichte sollen in gesetzlich festgeschriebene Zweigstellen umgewandelt werden. Diese entstehen in
Parchim,
Grevesmühlen,
Neustrelitz,
Bergen auf Rügen,
Anklam.

Nahezu alle Fachleute sind einhellig dagegen, nur „unsere“ Justizministerin findet die Idee toll:

Angesichts des Bevölkerungsrückgangs müssten vor allem kleine Gerichte geschlossen werden. An den neuen, dann größeren Standorten könne besser und effektiver gearbeitet werden. Außerdem erhofft sie sich Einsparungen.

So, so, sie „erhofft“ sich Einsparungen, fragt sich nur, woran. Hierzu Jörg Bellut, Pressesprecher des Richterbundes MV:

„Sage und schreibe 8 Cent (!) soll jeder Bürger im Monat an Steuern sparen, wenn die Gerichte im Lande (fast) halbiert werden.

Das ist doch was, oder?

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