Zeugenpsychologie by Provinzial

Ein Unfallhergang ist (natürlich) streitig. Die Provinzial teilt mit, den Beifahrer des Mandanten als Zeugen angeschrieben zu haben – nicht ohne dessen Aussage schon im Vorwege kräftig zu relativieren bzw. völlig zu entwerten:

„Wir haben jedoch schon jetzt Bedenken, dass diese Zeugenaussage Klarheit bringen wird. Zeugen als Insassen eines der beteiligten Fahrzeuge erleben den Unfall stets aus Sicht des eigenen Fahrers und teilen auch seine Eindrücke. Die Aussage muss deshalb nicht bewusst falsch sein, die Objektivität kommt dabei aber in der Regel zu kurz. Die Aussage hat aus diesem Grund nur eine geringe Beweiskraft.“

So, so, „Zeugen als Insassen eines der beteiligten Fahrzeuge erleben den Unfall stets aus Sicht des eigenen Fahrers“. Man beachte: „stets“. Wetten, dass das hiesige Amtsgericht dieser Hobbypsychologie nicht folgt?

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4 Gedanken zu “Zeugenpsychologie by Provinzial

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