DEVK beliebt zu scherzen?

Dem Mandanten ist durch einen Unfall nachweislich eine Leistungsprämie von 750.- € entgangen, die als Schadensersatz geltend gemacht wird.

Die DEVK meint, er habe „allenfalls Anspruch auf den Nettobetrag aus der entgangenen Prämie“ und zahlt „im Erledigungsinteresse“ bescheidene 375.- € – also nur die Hälfte. Auf meine Frage, ob es sich hier um ein Versehen handele, belehrt mich die DEVK:

„Die Prämie dürfte als Einkommen zum üblichen Steuersatz zu versteuern sein.“

„Zum üblichen Steuersatz“, so, so. Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages informieren:

Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes hatten 57.942 veranlagte Steuerpflichtige (das entspricht 0,22 Prozent aller veranlagten Steuerpflichtigen) im Jahr 2009 den Spitzensteuersatz von 45 Prozent zu zahlen.

Und mein Mandant gehört dazu, siiicher. … 😉

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2 Gedanken zu “DEVK beliebt zu scherzen?

  1. Die entgangene Prämie ist auch brutto vom Gegner zu beanspruchen, DENN der Schadensersatz ist einkommensteuerrechtlich unter der Einkunftsart zu erfassen, welche dieser kompensieren soll. Beliebter Trick der Versicherer. Nachher gibts dann die lange Nase vom Finanzamt.

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