Anwalt? Vodafone? Problem !

Die Schnüffelszenerie wird immer abenteuerlicher: Laut Huffington Post unterhält Vodafone ein geheimes Kabelnetz für staatliches Abhören:

Vodafone stellt seine Mobilfunkdienste in 29 Ländern in Europa und anderen Teilen der Welt zur Verfügung. Nach eigenen Angaben nutzen mehrere dieser Staaten das Kabelnetz, um heimlich Telefongespräche der Vodafone-Kunden abzuhören. Das Unternehmen gab laut „Guardian“ bekannt, dass die Kabel direkt mit dem firmeneigenen Netzwerk sowie anderen Mobilfunkanbietern verknüpft seien und so Gespräche der Bürger nicht nur überwacht, sondern auch mitgeschnitten werden könnten.

Wäre ich bei Vodafone, würde ich über einen Providerwechsel nicht nur nachdenken. Ob das wirklich noch hilft, ist allerdings eine andere Frage. :-/

Mehr dazu beim Kollegen Stadler.

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9 Gedanken zu “Anwalt? Vodafone? Problem !

  1. Diese Möglichkeiten bieten allerdings, wie auch bereits mehrfach berichtet, die Telekom und alle anderen großen Telefonanbieter ebenfalls. Und da zumindest in Deutschland auch wenn Sie z.B. bei mobilcom sind, oder sonst wem, Ihre Telefonie durch einen der vier Mobilfunkbetreiber geleitet wird, die das alle machen, sind Sie mit dabei. Egal, ob Vodafone, T-Com, eplus oder O2.

    Und im Festnetz ist es genau das gleiche, was soll also das rumgebashe auf Vodafone, Herr Anwalt? Warum Providerwechsel? Alle anderen sind genauso. Seien Sie lieber froh, das Vodafone das offen anspricht und nicht z.B. wie die T-Com eine Mauer des Schweigens aufbaut und nur stückchenweise raushaut.

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    • Von „rumgebashe auf Vodafone“ kann hier nun gar keine Rede sein – und ob Vodafone das offen anspricht – oder durch entsprechende Veröffentlichungen dazu gebracht wurde, wäre noch zu prüfen.

      Und „froh sein“ angesichts dieser Schweinerei – egal ob freiwillig oder gezwungen offenbart? Das meinen sie nicht wirklich ernst, oder? Zum Providerwechsel: „Ob das wirklich noch hilft, ist allerdings eine andere Frage.“

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      • Rumgebashe –

        Zitat 1: „Anwalt? Vodafone? Problem!“
        Impliziert, dass nur Vodafone von der Problematik betroffen ist, dem ist aber bei weitem nicht so, und das wissen Sie auch. 😉
        Wäre die Überschrift gewesen: „Anwalt? Telefonanschluss? Problem!“, dann hätte ich das ja gekauft, aber so implizieren Sie direkt auf Vodafone und lassen alle anderen aussen vor.

        Zitat 2: „Wäre ich bei Vodafone, würde ich über einen Providerwechsel nicht nur nachdenken.“ Impliziert wiederum, man sollte da schnell weg. Der nachgeschobene Satz mit dem „ob das hilft“ ist nebensächlich, er wird vom gemeinen Leser schlicht nicht beachtet.

        Direkte Frage: Da Sie ja sicher bei einem der entsprechend anderen Anbieter sind, was haben Sie denn getan um IHRE Gespräche zu schützen? Denken Sie über einen Providerwechsel nach und wenn ja zu wem?

        Sie sehen, alles gar nicht so einfach. Da ist rumgebashe in BILD-Manier eben viel einfacher und erhöhrt die Klickzahlen im Blog, wenn man es sonst nicht schafft aufgrund seiner Beiträge so hoch zu kommen, dass man wie andere Kollegen auch mal in der Zeitung genannt wird und Werbung auf seinem Blog überhaupt schalten kann, weil die Besucherzahlen entsprechend hoch sind. 😉

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      • Oh, danke für das Kompliment.

        Wissen Sie Herr Melchior, bis jetzt habe ich Ihr Blog ja gerne gelesen und fand es immer sehr erheiternd. Aber hier jetzt mal ne kritische Meinung als rumgetrolle abzutun, nur weil Sie diese grad nicht akzeptieren wollen, das ist arm, ganz arm!

        Ich habe vielleicht 10 Kommentare hier in Ihrem Blog, zwei davon sind jetzt mal kritisch und schon bin ich ein böser Troll. 😉

        Danke für’s Gespräch.

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      • Schön, dass sie das Kürzel verstanden haben – aber leider nicht die Intention dieses Beitrags (und vielleicht auch nicht dieses Blogs).

        Da ich der Twittterei nun absolut nichts abgewinnen kann, schreibe ich manchmal kurze Texte zu einem aktuellen Thema oder einer aktuellen Meldung (hier eben Vodafone) ohne immer lange und journalistisch korrekt in die Tiefe und in die Breite zu recherchieren. Wenn dann über Kommentare eine Diskussion zustande kommt – um so besser. Wenn Sie das „BILD-Manier“ nennen wollen, bitte.

        Hier konkret ging es mir primär um die obrigkeitliche Schnüffele allgemein (für die Vodafone das Pech hatte, stellvertretend / namensgebend herhalten zu müssen) – und das dürfte unbefangenen Lesern auch durchaus klar gewesen sein.

        Und: „rumgebashe in BILD-Manier“, Spekulationen über „Klickzahlen“ „Zeitung“ „Werbung“ ist einfach nur trollig und sonst nichts.

        P.S: Apropos Klickzahlen: Durchschnittlich 40.150 Seitenaufrufe pro Monat im Jahre 2013 reichen mir durchaus.

        P.P.S.: Wenn Sie gerne etwas „rumgebashe“ haben möchten, bitte: Wenn Vodafone permanent und in jedem Werbeblock im Fernsehen damit Werbung macht, dass seine Kunden jährlich ein neues Smartphone erhalten, finde ich das zum K…..!

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      • Sehr geehrter Herr Melchior,

        nun da heute Freitag ist und das Wetter schön (so halbwegs) einigen wir uns doch darauf, dass ich wohl die Intention Ihres Beitrags falsch verstanden habe. 😉

        Ansonsten habe ich ja eigentlich am Blog nichts rumzumäkeln. Und ja, das rumgeschmeiße mit neuen Smartphones finde ich ebenfalls zum K…. Das Geld wäre wahrlich für andere Zwecke besser investiert.

        Ein erholsames Wochenende.

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  2. Es ist eine Illusion anzunehmen, dass man nicht abgehört wird, dass das vermeidbar sei. Das betrifft ebenfalls alle Information über die Intim- und Privatsphäre. Jeder ist gläsern. Es fragt sich nur für wen, beim wem? Für den Staat, die Wirtschaftsmonopole und einzelne mit den staatlichen und wirtschaftlichen Strukturen gut vernetzten Personen ist und bleibt man machtlos gläsern.

    Erfahrungen aus Diktaturen, wie die DDR und die UdSSR besagen, nur absolute Offenheit und Verzicht auf den Schutz der Intim- und Privatsphäre bieten den maximal möglichen Schutz in solchen Systemen.
    Ansonsten ist man mit den eigenen Empfindlichkeiten und Handlungen verraten und verloren.

    Das Streben nach anderen gesellschaftlichen, weniger tzransparenten Systemen ist eine Illusion, wie jeder Glauben.

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