Vollkasko – nur für Ferrari & Co.?

Die Seite auto-service.de ist ja eigentlich ganz nett und informativ – wären da nicht immer wieder diese Ausreißer, wenn es um Themen „rund ums Auto“ geht. So verzapft man dort jetzt Folgendes:

Vollkasko für den Neuwagen, Haftpflicht für den Gebrauchten
Aufgrund der hohen Kosten empfiehlt sich der Abschluss einer Kfz-Vollkaskoversicherung fast nur für besonders teure Neuwagen. Bei durchschnittlich teuren Neu- sowie jungen Gebrauchtwagen sind Sie im Regelfall bereits mit einer Teilkaskoversicherung gut beraten.

Das, liebe Leute, ist jedenfalls so mal wieder Unfug (und allenfalls der Beratungsstand von anno dunnemals):

In der Vollkaskoversicherung wird – anders als bei der Teilkasko – Schadensfreiheitsrabatt (SFR) wie in der Haftpflichtversicherung gewährt. Und eine Vollkaskoversicherung mit einem hohen SFR ist oft kaum noch teurer als eine Teilkaskoversicherung (jedenfalls bei halbwegs normalen Typklassen).

Also: Nicht den Tipps dieser „Experten“ folgen, sondern selbst vergleichen: Vollkaskoprämie mit (!) SFR gegen Teilkaskoprämie – und sich dann fragen, ob man nicht auch den „durchschnittlich teuren Neu- sowie jungen Gebrauchtwagen“ lieber mit Vollkasko (mit angemessener Selbstbeteiligung) versichert.

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5 Gedanken zu “Vollkasko – nur für Ferrari & Co.?

    • Just FYI: Innerhalb weniger Minuten wurde der Kommentar vom Link gelöscht.
      Das gäbe mir jetzt aber echt zu Denken, lieber RA Melchior!

      P.S. ich war ja bis eben eher erstaunt, verwundert, interessiert. Aber jetzt mutiere ich wohl zum VT-ler…

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      • Worum geht’s hier bitte? Wen Kollege Carsten Hoenig OT-Kommentare löscht, habe ich damit schlicht gar nichts zu tun.

        Und nein, ich soll nirgendwo „reinlaufen“. Im RSV-Blog wird eben mal mehr, mal weniger geschrieben – und ich hatte in letzter Zeit öfter Anlass dazu.

        Und noch was: Diese Kommentare sind auch hier „OT“ – aber ich lasse sie mal stehen. 😉

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      • Danke 🙂

        Ich schrieb es nur zwischen den Zeilen, aber das war mein gedanklicher Hintergrund: Wenn Sie als Einzelner sich so exponieren, riskieren Sie dann nicht „gemassregelt“ zu werden (Verzögerung/Verkomplizierung, (noch) weniger Kulanz, …) – zum Nachteil Ihrer Mandantschaft? (Rhetorische Frage)

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      • Nö, eher nicht. Rechtsschutzversicherungen dürften i.d.R. vielmehr bemüht sein, nicht ständig im RSV-Blog erwähnt zu werden.

        Um Kulanz geht es ohnehin eher selten und bei „Verzögerung/Verkomplizierung“ hilft ggf. eine Beschwerde an die BaFin sowie eine Aufklärung des Mandanten über kooperativere RSVen.

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