Mal wieder die Verbringungskosten

Die DEKRA wird von Versicherungen ja immer gerne bemüht, wenn es um Kürzung von kalkulierten Reparaturkosten geht. Tatsächlich hat man dort das Wesen der fiktiven Abrechnung offensichtlich nicht verstanden und schreibt:

Verbringungskosten können nur entstehen, wenn der Reparaturbetrieb das Fahrzeug in eine externe Lackiererei verbringen muss und hierfür zusätzliche Kosten in Rechnung gestellt werden. Da nicht nachgewiesen ist, dass diese Kosten tatsächlich anfallen, werden bei der fiktiven Anrechnung Verbringungskosten in Abzug gebracht.

Das, liebe DEKRA, ist schon deshalb purer Unfug, weil es bei der fiktiven Anrechnung auf tatsächlich anfallende bzw. nachgewiesene Kosten typischerweise eben nicht ankommt.

Zudem dürfte die Erstattungsfähigkeit auch der überwiegenden Rechtsprechung entsprechen, s. z.B. die Urteilslisten bei Captain HUK (und auch das gut begründete Urteil des LG Bremen 3 S 370/13 vom 10.10.2014.

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