Strafverschärfung, na klar!

„Unser“ Innenminister Caffier betätigt sich ja gerne mal als Lautsprecher und posaunt irgendwelche Halbgarheiten in die Welt. Jetzt findet er die von Seehofer & Co. propagierte Strafverschärfung für Einbrecher (und Einbrecherinnen natürlich) ganz toll.

Anders solche Politiker, die etwas mehr mit dem Kopf arbeiten:

Der sicherheitspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Prof. Dr. Peter Paul Gantzer hält die heute von der Staatsregierung angepriesene Strafverschärfung für Einbrecher für völlig ineffizient: Bei einer Aufklärungsquote von 16 Prozent werden solche Maßnahmen die Einbrecherbanden, die häufig aus Osteuropa kommen, nicht abschrecken.“

Klingt logisch – aber das ist natürlich kein Kriterium für Herrn Caffier. Und der möchte auch gleich noch mehr:

„Die Ermittlungsmöglichkeiten bei der Telekommunikationsüberwachung müssen verbessert werden. So kann oft aufgrund der Spurenlage vor Ort nicht sofort auf eine bandenmäßige Begehung geschlossen werden. Damit ist eine schnelle Funkzellenauswertung leider nicht möglich.“

Den Sinn dieses BlaBlas muss man wohl nicht verstehen, die generelle Zielrichtung ist schlimm genug: Für die Ausweitung der staatlichen Schnüffelei ist jedes Argument gut. :no:

P.S.: Dass der Strafrahmen des § 243 StGB schon heute von drei Monaten bis zu zehn (!) Jahren geht, ist dem Lautsprecher (und ggf. auch Seehofer & Co.) wohl eher unbekannt.

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