Schadenssteuerung by VHV

Auf die Meldung eines Verkehrsunfalls reagiert die VHV mit einem Formschreiben in dem sie für ihren „Schadensservice“ wirbt, der u.a. den „Vorteil“ haben soll, die Reparatur sei „oft ohne zeitaufwendige Begutachtung möglich.“

Ja, nee, is’ klar, „zeitaufwendige Begutachtung.“ Dass es im Wesentlichen darum geht, sich vor dem entsprechenden Sachverständigenhonorar zu drücken, dürfte offensichtlich sein. Zudem erspart man es so sich und der VHV, dass die Reparaturkosten mit selbstgestrickten „Prüfberichten“ gekürzt werden. 😉

Und dann noch der Hinweis, dass „in den meisten Fällen ein Sachverständigengutachten nicht notwendig“ sei. So droht man dem Geschädigten auch gleich, dass das Risiko verbleibt, dass „die Kosten nicht erstattet werden können.“ Dies sei „etwa bei der Begutachtung von Schäden bis 1.000.- € der Fall.“

Das, liebe VHV, ist so glatt gelogen! Ob (und unter welchen Umständen) es eine solche Untergrenze überhaupt gibt, ist bekanntlich streitig – und jedenfalls liegt diese nicht bei 1.000.- €, sondern allenfalls bei ca. 750.- €; vgl. z.B. BGH, Urteil VI ZR 365/03 vom 30.11.2004 sowie OLG München, Urteil 10 U 579/15 vom 26.o2.2016.

„Mit der VHV haben Sie den richtigen Partner an Ihrer Seite“ – Eher NICHT!

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