Provinzial spart teuer

Die Provinzial Kiel meint offensichtlich, trotz meines Hinweises auf die hiesige Rechtsprechung die Allgemeine Kostenpauschale von geforderten 25.- € kleinlich auf 20.- € kürzen zu müssen.

Daher habe ich mir erlaubt, den Restbetrag von 5.- € per Mahn- und Vollstreckungsbescheid gegen den Unfallgegner geltend zu machen. Das kostet dann jetzt (einschließlich Gebührennote für die Zwangsvollstreckungsandrohung insgesamt 137,28 €.

Manche haben es wohl gerne etwas teurer. … 😉

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7 Gedanken zu “Provinzial spart teuer

  1. Sie wissen aber, dass Sie den Anspruch auch direkt gegen die Haftpflichtversicherung hätten geltend machen können? Und falls Sie es wissen, warum quälen Sie damit den Unfallgegner, der für das Regulierungsverhalten seiner Versicherung nicht verantwortlich ist?

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  2. ad 1: Selbstverständlich bekannt.
    ad 2: Weil es so einfacher ist und ich diese kleinliche Kürzerei satt und auch keine Lust habe, deshalb noch weiter zu korrespondieren. Vielleicht lädt der Unfallgegner seinen Ärger bei seiner Haftpflichtversicherung ab – und bewegt diese so, derartige unsinnige und unwirtschaftliche Spielchen künftig zu unterlassen.

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  3. Wieso ist ein Mahnverfahren (bzw. eine Klage) gegen den Unfallgegner „einfacher“ als gegen die Haftpflichtversicherung? Inwiefern ist damit weitere Korrespondenz verbunden?

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  4. Das Mahnverfahren an sich ist für den jeweiligen Anspruchinhaber hier der bessere Weg, weil die Versicherung ellenlange Textbausteine schickt. Warum Sie den Unfallgegner in Schutz nehmen, Autofahrer, erschließt sich da nicht. Der hat den Schaden verursacht. Andersherum: Für das Regulierungsverhalten der Versicherung des Unfallgegners kann der Geschädigte nichts. Es ist auch nicht seine Aufgabe, für den Unfallgegner die Korrespondenz mit dieser zu führen oder führen zu lassen. Der Unfallgegner hat den Geschädigten entsprechend für den Schaden abzugelten. Dabei kann er sich einer Versicherung bedienen, haften tut jedoch auch er persönlich für den Schaden und der Geschädigte ist in seiner Wahl frei. Warum sollte ich also als Geschädigter mich über 20 Briefe mit der Versicherung ärgern, wenn ich mein Geld beim Unfallgegner direkt bekomme? Ich hab den Schaden und dazu dann noch den Ärger? Passt doch nicht ganz, oder?

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  5. @Autofahrer:

    Es geht nicht darum, ob ein Mahnverfahren (bzw. eine Klage) gegen den Unfallgegner „einfacher“ ist, sondern dass die Forderung so einfacher zu realisieren ist. Und „damit“ ist auch keine weitere Korrespondenz verbunden, sondern erspart diese – nämlich ein nochmaliges Schreiben an die Versicherung wegen der gekürzten All-gemeinen Kostenpauschale – das auch nur Zeit kostet und kein Geld bringt, anders als der Mahnbescheid. 😉

    Ein Mahnbescheid gegen die Versicherung ist sinnlos, weil der Widerspruch vorprogrammieret ist und man dann ins Klagverfahren muss – unsinniger Aufwand für 5.- €.

    Bei einem Mahnbescheid gegen den Gegner besteht die Hoffnung, das dieser – aus welchen Gründen auch immer – keinen Widerspruch erhebt und man so schnell zu einem Titel (Vollstreckungsbescheid) kommt – wie hier.

    Jetzt genug erklärt?

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  6. LiKo Melchior,

    wir machen schon regelmäßig eine Kostenpauschale 30 € geltend und beziehen uns u.a. auf

    AG Starnberg, Az.: 2 C 2213/06,
    AG Frankfurt/Main. Urteil vom 24.7.2012 -31 C 1603/11 (74)
    LG Schweinfurt • Urteil vom 20. März 2009 • Az. 23 O 313/08

    MfkG

    RA Thomas Bohle

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