Nun fühle ich mich aber geehrt …

Aus einem Schriftsatz der Gegenseite:

In diesem Aufsatz nimmt Herr Prof. Dr. Peter Reiff dezidiert zu den Einwendungen des Beklagten Stellung und lässt keinen Zweifel daran, dass es sich bei diesen Einwendungen um eine dogmatisch und konstruktiv abenteuerliche Argumentation handelt und diese auch nicht überzeugen konnte.

Donnerwetter, sollte der Herr Prof. Dr. sich wirklich die Mühe gemacht haben, meine Schriftsätze zu lesen und „dezidiert“ zu kommentieren?

Nein, nicht wirklich, sondern nur mal wieder Blabla des Textbausteinkönigs. Der Herr Prof. Dr. hat sich dort lediglich generell zu einigen Problemen von Nettopolicen und Vergütungsvereinbarungen geäußert. Zudem fand zumindest das LG Heilbronn meine Argumentation wohl nicht so „dogmatisch und konstruktiv abenteuerlich“ – woraufhin die Gegenseite ihre Berufung zurücknahm. 😉

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Die 85 sind voll – und die 100 schaffen wir auch noch !

Nein – nicht mein Alter! 😉 Heute trudelte der 85. Fall zu der beliebten Thematik Nettopolicen und Vergütungs bzw. Vermittlungsgebührenvereinbarungen hier ein. Mal wieder die übliche Textbausteinwüste und keineswegs schlüssig – jedenfalls nicht für den unbefangenen Leser.

Die Statistik (und die aktuelle BGH-Rechtsprechung) spricht für gute Erfolgsaussichten – aber nur weiter so, Herr „Kollege“!

P.S. Dies ist übrigens der 100. Beitrag zum Thema Atlanticlux – und sicherlich Wasser auf die Mühlen der Kollegen, die behaupteten, Berichterstattung zu diesem Thema sei der Schwerpunkt dieses Blogs. Das ist bei (derzeit) insgesamt 2.576 Beiträgen natürlich Unfug, 100 sind gerade 3,88 % von 2.576!. 😉

Update Dezember 2014: Inzwischen sind es 143 Fälle, davon in 103 Fällen eine Münchener Kanzlei auf der Gegenseite, deren sattsam bekannte Textbausteinwüsten so langsam aber sicher Brechreiz hervorrufen.

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Hallo Atlanticlux-Anwälte …

… die Sie nach eigenem Bekunden dieses Blog regelmäßig besuchen – aber auch andere Interessierte:

Wie jüngst schon vor dem AG Gießen und dem AG Münsingen ist jetzt wieder eine Vermittlerin von Nettopolicen der Atlanticlux nebst Vermittlungsgebührenvereinbarungen mit dem Versuch gescheitert, ihre angeblichen Zahlungsansprüche aus solchen Vereinbarungen durchzuklagen. Dieses Mal traf es am 20. Juni 2012 die rima AG, die vor dem LG Ulm in zwei Fällen auch in zweiter Instanz unterlag.

Es bleibt spannend, 16 weitere Fälle vor Amts- und Landgerichten und einer vor dem BGH sind in nächster Zeit terminiert. 😉

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Excalibur Tatarelis & Partner KG – die nächste Schlappe

Wie schon am 12. Juni 2012 vor dem AG Gießen ist eine der führenden Vermittlerinnen der Nettopolicen der Atlanticlux nebst Vergütungsvereinbarungen am 14. Juni 2012 auch vor dem AG Münsingen mit dem Versuch gescheitert, ihre angeblichen Zahlungsansprüche aus einer Vermittlungsgebührenvereinbarung durchzuklagen. Dank an den Kollegen Dr. Völker für die gute Zusammenarbeit.

So weit her ist es mit den „berechtigten Ansprüchen (höchstrichterlich durch den BGH bestätigt)“ also ersichtlich nicht – nicht wahr, Herr Tatarelis? Und das, wo mit diesen unseligen Verträgen doch ohnehin kaum etwas zu verdienen ist. 😉

Auch den Atlanticlux-Anwälten, die nach eigenen Angaben regelmäßig dieses Blog lesen, werden wohl mal wieder die Ohren klingen. 😉

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Atlanticlux-Vermittler zweitinstanzlich gescheitert

Die Superior Vertriebsmanagement GmbH (jetzt MSD) ist eine der großen unter den Vermittlern der Atlanticlux-Nettopolicen nebst Vermittlungsgebührenvereinbarungen. Nachdem das AG Burgwedel ihrer Klage auf Zahlung von Vermittlungsgebühren noch stattgegeben hatte, verlief die hiergegen eingelegte Berufung erfolgreich:

Das LG Hannover hob am 28.o3.2012 das Urteil auf und wies die Klage kostenpflichtig ab. Das Gericht beschied die Klägerin kurz und knapp, der Beklagte habe die Vermittlungsgebührenvereinbarung wirksam widerrufen und auch ein Anspruch auf Wertersatz stehe ihr nicht zu.

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Man ist (nicht mehr) jung und braucht das Geld?

Gegenüber einem anwaltlich vertretenen Gegner eine Forderung per gerichtlichem Mahnbescheid geltend zu machen, ist in aller Regel Zeit- und Geldverschwendung – es sei denn, man hofft auf eine Verkettung glücklicher Umstände:

– Der Gegner könnte die Sache schlicht vertrödeln.

– Der Gegner könnte glauben, der Mahnbescheid würde auch seinem Anwalt zugestellt (was tatsächlich nicht der Fall ist) und dieser werde schon entsprechend tätig werden (also i.d.R. Widerspruch einlegen) – was dieser mangels Kenntnis natürlich nicht tut.

Dann würde als nächstes ein Vollstreckungsbescheid ergehen. Spätestens dann sollte ein halbwegs normal denkender Mandant stutzig werden und Kontakt mit seinem Rechtsanwalt aufnehmen, der dann Einspruch gegen diesen Vollstreckungsbescheid einlegt.

Die Wahrscheinlichkeit, auf diese Weise zu einem vollstreckbaren Titel zu gelangen, ist also eher gering. Zu verdienen ist damit auch nichts, denn das Honorar für einen Mahnbescheid ist in voller Höhe auf die Gebühren des (höchstwahrscheinlich) nachfolgenden Klageverfahrens anzurechnen – mit einer Ausnahme:

Die Post- und Telekomentgelte nach Nr. 7002 VV RVG bleiben anrechnungsfrei, betragen aber auch nie mehr als 20 €. Liebe Kollegen und „Atlanticlux-Vertreter-Vertreter“, der Widerspruch ist bekanntlich so sicher wie das Amen in der Kirche. Braucht Ihr das Geld wirklich so nötig?

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