Doppelfehler

Es ist schon unschön, wenn eine Rechtsschutzversicherung (zwar grundsätzlich zutreffend) einem Rechtsanwalt mitteilt, dass sie die Kosten eines Gutachtens zur Feststellung zur Schadenskompatibilität nach einem Verkehrsunfall nicht trägt – aber geflissentlich übergeht, dass die Kosten eines entsprechenden gerichtlichen Beweisverfahrens durchaus gedeckt wären.

Noch weniger schön ist allerdings, wenn der Rechtsanwalt diese Auskunft so hinnimmt und daraufhin seinem Mandanten rät, ein solches Sachverständigengutachten auf eigene Kosten erstellen zu lassen – das zudem als sog. Privatgutachten ohnehin nur sehr geringen Beweiswert hat, worauf das Gericht später deutlich hin- und die Schadensersatzklage abweist.

Merke: Wer mit Verkehrsrecht als Tätigkeitsgebiet wirbt, sollte sich auch mit Rechtsschutzbedingungen auskennen.

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