Jeder fünfte Prozess wegen Verkehrsunfall …

… schreibt LTO (und unterschlägt das Genitiv-s). Das stimmt den Fachanwalt für Verkehrsrecht doch froh 😉 – auch wenn die Einführung des Artikels eher eine Ente sein dürfte:

Die Gerichte im Land kämpfen im Moment mit einer regelrechten Klagewelle rund um Autounfälle. Immer mehr Kfz-Haftpflichtversicherer ziehen vor Gericht. Für die Unfallopfer ist das doppelt bitter: Sie haben nicht nur den Schaden, sondern auch noch ein Gerichtsverfahren am Hals.

Dass immer mehr Kfz-Haftpflichtversicherer vor Gericht ziehen, dürfte ein Gerücht sein. Immer nach dem alten Prinzip: „Wer will was von wem?“ sind es wohl eher die Geschädigten, die auf zunehmende Regulierungsverweigerung der KH-Versicherer mit Klagen reagieren.

Schon peinlich, dass der LTO so eine Verwechselung von „Täter und Opfer“ unterläuft.

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Schade eigentlich, wo doch offenkundiger Unsinn zum Kommentieren geradezu herausfordert. Der Kollege – seines Zeichens immerhin Fachanwalt für Strafrecht – zitiert wohl nur eine Zeitungsentemeldung, trotzdem sollten die Überschrift „Boxer freigesprochen“ und der Text „Das Landgericht Schwerin stellte das Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein“ doch harmonieren, oder? De facto geht es um eine Verfahrenseinstellung gem. § 153 a StPO gegen Auflage, also nichts mit Freispruch.

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