Die Spaßkasse mal wieder

Über die Probleme der hiesigen Spaßkasse mit einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss war ja schon berichtet worden. Offensichtlich als Reaktion auf mein Schreiben erreichte mich dann allerdings heute eine ordnungsgemäße Drittschuldnererklärung. Na also, geht doch!

Aufhorchen lässt der allerdings letzte Satz (extra fettgedruckt):

Die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest akzeptiert ab sofort keine neuen Ruhendstellungen von Pfändungsmaßnahmen mehr.

Da ich keine „Ruhendstellung“ beantragt hatte, handelt es sich hier offensichtlich um einen Textbaustein ohne konkreten Bezug. Aber was will uns das sagen? Einmal Pfändung immer Pfändung? Sehr kundenfreundlich klingt das jedenfalls nicht – aber Kunde mit Pfändungen mögen Geldinstitute ja ohnehin nicht. 😉

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Sparkasse non calculat??

Schon erstaunlich, welche Zicken sich „unsere“ (?) Sparkasse nach Zustellung eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses leistet:

Pfändungs- und Überweisungsbeschluss des AG Wismar 6 M 1***
Ihr Kunde: xyz

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich des o.a. Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses rief am 31. d.M. eine Mitarbeiterin Ihres Hauses hier an und meinte, wenn wir Ihr nicht eine aktuelle Forderungsaufstellung mit Zinsberechnung übersendeten, könne der o.a. Pfändungs- und Überweisungsbeschluss „nicht bearbeitet“ werden. Diesbezüglich erlaube ich mir, Folgendes anzumerken:

Dass bei zumindest Hunderten inzwischen hier ausgebrachter Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse bisher noch kein Geldinstitut eine Forderungsaufstellung verlangt hat, sei nur am Rande erwähnt. Es erscheint auch nur schwer vorstellbar, dass die Berechnung von Zinsen i.H.v. fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz auf eine Hauptforderung von 585,12 € und auf Kosten von 105,11 € über den bereits berechneten Zeitraum Ihrerseits nicht möglich sein sollte.

Jedenfalls aber sollte gerade in Ihrem Hause als öffentlich-rechtlichem Institut bekannt sein, dass ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss eine hoheitliche Maßnahme eines Gerichts darstellt, dessen Bearbeitung sicherlich nicht im Ermessen einer Ihrer Sachbearbeiterinnen liegt. Dementsprechend darf ich bitten, diese nunmehr unverzüglich vorzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen
RA J. Melchior

Mal sehen, was denen jetzt einfällt. 😉

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