Hein Gericke ver…..t Kunden ?

Die Bikern sicherlich bekannte Firma Hein Gericke ist schon mehrfach knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt. Mit einem neuen Investor sollte alles besser werden. Klappt aber offensichtlich nicht:

Aktuell wird ein durchaus nicht uninteressanter „WM-Bonus“ angeboten, ab einem Einkauf von 399.- € gibt es z.B. 110.- € Bonus. Das passt gut, ein neuer Helm ist ohnehin fällig. Klappt aber nicht: Bei eine Online-Bestellung wird die des Rabatt-Codes verweigert: „Gutscheincode „WMBonus399″ ist ungültig.“

Naja, fragen wir mal bei der Hotline nach

Telefonisch nehmen wir Ihre Bestellungen ebenfalls jeden Tag rund um die Uhr entgegen: 24-h- Bestell-Hotline: +49 (0)211 9898 888

Dumm nur, dass die Hotline seit Stunden ständig besetzt ist.

Vielleicht gehört der Helm aber auch zu der ominösen „definierten Markenware“, für die der Bonus nicht gilt?

Sieht doch alles sehr nach Ver…..ung aus. 😦

Update 14.o7.2014: Inzwischen liegt die Antwort der Fa. Gericke auf eine entsprechende schriftliche Anfrage vor:

Die Firma Schuberth gehört, wie auch Dainese, Alpinestars, Daytona, HJC, Shoei und Garmin, zu den definierten Markenwaren. Bei diesen Firmen sind der Aktionsrabatte nicht anwendbar.

Die Frage, weshalb die Hotline permanent besetzt ist, bliebt unbeantwortet. Und wenn diverse Artikel als „definierte Markenwaren“ nicht rabattfähig sind, darf wohl befürchtet werden, das dieses für einen großen Teil des Sortiments gilt.

Fazit: Viel Lärm um nichts.

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Innovation Group – Vooorsicht!

Die Innovation Group preist sich u.a. Versicherern als Dienstleister an:

Das Wichtigste in Kürze: Sie melden den Schadenfall an Innovation Group
Innovation Group kontaktiert VN/AST innerhalb von 24 Stunden
Geschulte und freundliche Mitarbeiter/-innen bieten in Ihrem Namen die vereinbarten Serviceleistungen an
Im Erfolgsfall wird an einen geeigneten Netzwerkpartner vermittelt
Sie profitieren dabei von den günstigen Innovation Group Konditionen.

Klingt toll, nicht? Ein Fall aus der Praxis:

Der Mandant wird nach einem Unfall angerufen – wie er glaubt, von der gegnerischen Versicherung. Man lotst ihn in eine Werkstatt, damit sein PKW schnell repariert wird. Im guten Glauben, es sei alles geregelt, unterschreibt er dort mehr oder weniger ungelesen einen Reparaturauftrag. Sein PKW wird repariert und alles ist schön. …

Oder auch nicht: Ein halbes Jahr später (!) kommt Post von der Versicherung (R+V): Nichts ist klar – ganz im Gegenteil. Man bestreitet jegliche Haftung. Kurze Zeit später meldet sich die Innovation Group, die sich natürlich die Werklohnforderung der Werkstatt hat abtreten lassen, und fordert den Mandanten zur Zahlung von 1.253,39 € auf.

Die „geschulten und freundlichen Mitarbeiter/-innen“ haben dem Mandanten wohl nicht wirklich verdeutlicht, dass die Haftungsfrage noch keineswegs geklärt ist – anderenfalls hätte er den Reparaturauftrag nie unterzeichnet. Mal sehen, ob die Innovation Group nach dem Widerspruch gegen den Mahnbescheid über 1.253,39 € jetzt Klage erhebt. § 149 Abs. I ZPO wäre dann ein Aspekt. …

Wieder ein Beleg dafür, dass es nach einem Unfall nur einen geeigneten Ansprechpartner gibt, nämlich einen Anwalt – und nicht die gegnerische Versicherung und schon gar nicht Anbieter eines „Proaktiven Schadenmanagements“ oder ähnlichen Unfugs.

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